Unser Leitartikel:
Der Mindestlohn und die Moral der Banditen

Es ist schon ein starkes Stück, wenn der Chef des Unternehmerverbandes und frühere Manager von ArcelorMittal, Michel Wurth, den OGBL-Mitgliedern im »Tageblatt« über anderthalb Seiten erklären darf, warum der Mindestlohn auf keinen Fall erhöht werden darf, nachdem zuvor die Gewerkschaft forderte, der gesetzliche Mindestlohn müsse um 10 Prozent angehoben werden. Hat die Gewerkschaftszeitung nun definitiv die Seiten gewechselt?
Die Hetze des Patronats gegen das gesetzliche Lohnminimum, das für die (...)

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Lebensgefährlicher Mangel

Warum die Kommunisten den Breiten- und Freizeitsport aufwerten wollen und kostenlose Schwimmstunden für Kleinkinder fordern

Austeritätspolitik tötet – nicht nur in Griechenland. Zu welch lebensgefährlichem Mangel es führen kann, wenn sich Regierungspolitiker zu gehorsamen Vollstreckern dieser neoliberalen Ideologie machen, hat der Dokumentarfilm »Re: Generation Nichtschwimmer?« vor Augen geführt, der am Mittwochabend vom deutsch-französischen Fernsehsender Arte ausgestrahlt wurde.
Im Mittelpunkt der Sendung stand Yanis Fatnassi, ein 18-Jähriger aus dem armen Norden Marseilles, der Profischwimmer werden will und dabei (...)

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Entwicklungshilfe im luftleeren Raum

An anderthalb Tagen wurde von 230 Teilnehmern, die 80 Entwicklungshilfevereinigungen vertraten, diese Woche am Kirchberg die »Assises 2018 de la Coopération luxembourgeoise« besucht, die letzten der Legislaturperiode. Vorgestellt wurde von einem glücklich-zufriedenen Minister Romain Schneider eine neue Strategie zur Bekämpfung (ja, nicht zur Beseitigung, und Worte sind verräterisch!) der extremen Armut, aufbauend auf die 17 Ziele der Agenda 2030, die ebenso scheitern wird wie die Millenium-Ziele (...)

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Clore l’été 2018 en abstraction, Villa Vauban

Vous souvenez-vous, amis lecteurs, de mon article du 22 juin sur l’expo de la peintre Esti Levy? Et pourquoi devriez-vous? De toute manière, aucune importance! J’y mentionnais simplement que me trouvant à Luxembourg centre, après avoir traversé le parc municipal, je venais de contourner la Villa Vauban (1), où l’on présentait (et présente encore) une expo intitulée «Art non-figuratif». Il s’agissait en fait d’une rétrospective Lucien Wercollier (1908–2002), Théo Kerg (1909–1993), Joseph Probst (...)

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Richtungskämpfe im Establishment

Mit der Beförderung des bisherigen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Staatssekretär feiert die äußerste Rechte einen neuen Erfolg

Bereits die Ernennung von Hans-Georg Maaßen zum Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz war öffentlich auf scharfe Kritik gestoßen. Maaßen hatte im Jahr 2002 – damals als Leiter des Referats für Ausländerrecht im Bundesinnenministerium – der Bundesregierung die Begründung dafür geliefert, den Bremer Murat Kurnaz nicht aus dem USA-Folterlager Guantánamo in die Bundesrepublik zurückkehren zu lassen, obwohl die USA-Behörden ihn freisetzen wollten: Kurnaz habe während seiner Zeit in Guantánamo (...)

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