Sektion Zentrum der KPL informierte:

Kapitalismus bedient nur Zahlungskräftige

Profit, je höher desto besser, ist das einzige, an dem das Kapital die Wirtschaft ausrichtet. Da sich der nur beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen an Zahlungskräftige erzielen läßt, sind weniger Zahlungskräftige weniger interessant und gar nicht Zahlungskräftige völlig uninteressant. Das hat für sie fatale Folgen, denn ihre Bedürfnisse bleiben auf der Strecke.

So gibt es zwar genügend Nahrung und Medizin für alle auf diesem Planeten. Da es das aber nur gegen Bezahlung gibt, kriegen das nicht Zahlungskräftige eben nicht. Die Folge davon ist laut Weltgesundheitsorganisation der UNO, daß alle fünf Sekunden ein Kind unter 10 Jahren Hungers oder mangels Medizin und medizinischer Betreuung an sonst leicht heilbaren Krankheiten stirbt. Das sind 720 in jeder Stunde, 17.280 an jedem Tag und in jedem Jahr mit 365 Tagen 6.307.000 im Hier und Jetzt. Wenn alles bleibt, wie es ist, ändert sich daran nichts. Daher darf es so nicht weitergehen, finden zumindest wir. Kapitaleigner sollten nicht mehr über die Wirtschaft verfügen, sondern die Gesellschaft, damit diese bestimmen kann, daß erzeugt wird, was von den vielen gebraucht wird.

Daß dem heute nicht so ist, wirkt sich zwar in Luxemburg nicht so sehr in Hungertoten aus, aber in der Wohnungsnot für weniger gut Gestellte. Währenddessen sich der Mittelstand fürs Wohneigentum, der sichersten Form zum Erhalt des Lebensstandards in Pensionsalter, verschuldet, gibt es für die weniger gut Gestellten nur miserable Wohnungen zu teuren Mieten oder eben Obdachlosigkeit. Denn die tollen Profite gibt es dann, wenn Wohnungen für Bessergestellte gebaut werden, und so ist das dann auch die Priorität »am Markt«.

Dort setzt die Forderung der KPL ein, Staat und Gemeinden sollten mit eigenen Bauarbeitern gegensteuern. Aber diese Forderung läßt sich nur verwirklichen mit kommunistischen Abgeordneten in der Chamber.

Das Wirtschaftsthema wird weiter vertieft werden am öffentlichen Informations- und Diskussionsabend in der »salle VIP« der Brasserie Ekiba im hauptstädtischen Bahnhofsviertel (12-14, rue de Strasbourg) am Montag, 25. Juni um 19.30 Uhr unter dem Titel »Demokratische Wirtschaft statt Diktatur des Kapitals«. Reden wir darüber, wie es ist, und was wie anders werden muß. Eintritt frei, bringt Freunde und Bekannte mit!

jmj

Einen Nachmittag fast ohne antikommunistische Ausfälle erlebten die Aktivisten der KPL-Sektion Zentrum am vergangenen Samstag

Dienstag 19. Juni 2018