»Esch 2022« kommt nicht zur Ruhe:

Strötgen und Wagner »raus aber nicht gefeuert«

Gestern Vormittag lud der Escher Bürgermeister Georges Mischo (CSV) zu einer Pressekonferenz ins Escher Stadthaus, bei welcher eigentlich das neue Organigramm der »Europäesch Kulturhaaptstad asbl.« vorgestellt werden sollte. Zu dieser Vorstellung kam es allerdings gar nicht. Mischo erklärte, die asbl sei dennoch nicht »führungslos«. Im kommenden Herbst, wenn im November die erste Überprüfung des Kulturhauptstadt-Projekts »Esch 2022« durch die zuständige EU-Kommission ansteht, soll die neue Mannschaft allerdings einsatzbereit sein.

Die Verträge von Janina Strötgen und Andreas Wagner, die bisherigen Koordinatoren des Projekts, welche noch unter der vorherigen Gemeindeführung auf ihre Posten gekommen waren, seien keineswegs hinausgeworfen worden, so Mischo. Vielmehr habe der Verwaltungsrat der asbl am Mittwoch einstimmig, wie der Bürgermeister betonte, entschieden, die Verträge zum Ende des Monats auslaufen zu lassen, um die Posten dann neu auszuschreiben.

Was eine Beteiligung der Gemeinde Käerjeng am Kultur-Großprojekt betreffe, habe man von dort eine positive Reaktion auf das Finanzierungsmodell bekommen. Schlußendlich müsse allerdings der Käerjenger Gemeinderat eine Beteiligung absegnen, hieß es am Donnerstag abschließend.

Abgesehen davon, daß eine Stadt wie Esch andere Probleme hätte, die finanziell gestemmt werden müßten und der Publicity-Effekt für die mitfinanzierenden Gemeinden eher bescheiden sein dürfte, bleibt nun abzuwarten, ob tatsächlich Ruhe in den mittlerweile peinlichen Kulturhauptstadt-Zirkus kommt.

CK

Christoph Kühnemund : Donnerstag 21. Juni 2018