Index der Verbraucherpreise Frischgemüse und Kartoffeln teurer

Kartoffeln wurden im Oktober deutlich teurer


Im Monat Oktober stieg der Preisindex laut STATEC um 0,11 Prozent, was darauf zurückzuführen ist, dass – den dritten Monat in Folge – die Erdölprodukte teurer wurden.

Im Durchschnitt stiegen die Preise für Erdölprodukte um 1,3 Prozent, aber Heizöl wurde um 4,4 Prozent und Diesel um 2,7 Prozent teurer. Die Benzinpreise gingen hingegen um 1,9 Prozent zurück. Verglichen mit Oktober 2016 waren Erdölprodukte im Oktober 2017 im Durchschnitt 4,4 Prozent teurer.

Sieht man von den Erdölprodukten ab, bewegten sich die Preise im Durchschnitt kaum (+0,05 Prozent), aber einzelne Lebensmittel, die in Supermärkten verkauft werden, wurden deutlich teurer, darunter Frischgemüse, Kartoffeln und geräucherter Fisch. Innerhalb eines Jahres wurden die Lebensmittel im Durchschnitt 3,31 Prozent teurer. Im Oktober teurer wurden weiter Möbel, Autos, Bücher und Tageszeitungen (nicht aber die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek«).

Andererseits, setzte sich der Abwärtstrend bei den Preisen für Pauschalreisen weiter fort. Nach dem Sommerferien waren sie bereits um 7,6 Prozent zurückgegangen, um zum Ende der Nachsaison noch einmal um 2,7 Prozent zu fallen, woraus zumindest zum Teil ersichtlich ist, wie die Menschen, die während des Sommers Urlaub machen, abgezockt werden.

Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die Anpassung der Löhne an die Inflation gilt, stieg im Oktober von 845,27 auf 846,07 Punkte.

Nächste Indextranche erst im zweiten Halbjahr 2018

Die nächste Indextranche wird bei einem Durchschnitt von 852,63 Punkten erfallen, doch wann das sein wird, hängt davon ab, wie sich die Inflation und das Verhältnis des Euro zum Dollar generell entwickeln werden, und welche Schwankungen es bei den Preisen für Rohöl geben wird.

Weil das nicht genau vorauszusehen ist, erstellt das statistische Amt immer gleich drei Prognosen, welche auf einem Rückgang des Rohölpreises um 10 Prozent, gleich bleibenden Preisen und einer Preiserhöhung von 10 Prozent fußen. Daraus ergibt sich, je nach Szenario, für 2017 eine Inflationsrate zwischen 1,7 und 1,8 Prozent und für 2018 eine solche von 1,1 und 1,7 Prozent. Je nachdem welches Szenario der Wirklichkeit am nächsten kommen wird, wird die nächste Indextranche erst im dritten oder vierten Trimester erfallen, auf jeden Fall aber erst im zweiten Halbjahr 2018.

Die Auswirkungen der »chèques services« auf die Inflation Als Grund dafür, dass der Erfall einer Indextranche später erfolgen wird als zuvor angenommen, nennt das statistische Amt die größere finanzielle Beteiligung des Staates an den nun für die Eltern günstigeren »chèques services«. Die neuen Tarife sind seit dem 1. Oktober 2017 in Kraft, werden allerdings erst für November berücksichtigt, so dass es im Indexwarenkorb einen Preisrückgang bei der Position »Kinderkrippen und Tagestätten für Kinder« geben wird, welche mit mehr als 2 Prozent gewichtet ist. Bisher kann diese Auswirkung nur abgeschätzt werden.

A.R.

Donnerstag 9. November 2017