Leitartikel

Letzter Eintrag : 20. Juni.

Unser Leitartikel:
Jeder gegen jeden?

In den letzten Wochen ereigneten sich, wie fast jedes Jahr in der dunklen Jahreszeit, wieder zahlreiche Unfälle mit mehr oder minder schwerem Ausgang, die alle gemeinsam hatten, daß ein dem Wetter und den Sichtverhältnissen unangepaßtes Verhalten den Unglücken vorausging.
Doch für rüpelhaftes verhalten muß es nicht einmal mehr Winter sein: Die vier gelben Lämpchen an den Ecken eines Autos werden, obwohl beim Autokauf mitbezahlt, immer seltener in den dafür vorgesehenen Situationen eingesetzt. Mit (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
»Überproportionale« Beteiligung am Säbelrasseln gegen Rußland

Kaum im Amt, kündigte die neue Dreierkoalition aus Liberalen, Sozialdemokraten und expazifistischen Grünen an, sie werde das Militärbudget – das bereits unter der CSV/LSAP-Vorgängerregierung höher war als während des Kalten Krieges – noch einmal um die Hälfte auf 300 Millionen Euro pro Jahr erhöhen.
In seiner ersten »Rede zur Lage der Nation« erklärte Premierminister Xavier Bettel im April 2014, er sei »houfreg op d’Leeschtunge vun eise Jongen a Meedercher, eise Capereel, Ënneroffizéier, Offizéier an (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Die Idee eines »menschenfreundlichen Europa«

Der Aufschrei hielt sich sehr stark in Grenzen, und die Empörung war – außer am Ort des Geschehens selbst – kaum spürbar, als am Montag in Wien die neue rechtskonservative Regierung zur Vereidigung antrat. Einige hundert Menschen hatten sich angefunden, um zumindest noch ein wenig von der Ehre ihres Landes zu retten und deutlich zu machen, daß sie diese Entwicklung ablehnen.
Vor Jahren hatte das alles noch ganz anders ausgesehen. Die Älteren unter uns können sich noch gut daran erinnern, wie man in (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Nicht alle haben Grund zum Feiern

Die Weihnachtsfeiertage und Neujahr stehen vor der Tür. Doch nicht alle werden Grund zum Feiern haben. Denn im reichen Luxemburg gibt es immer mehr Haushalte, die von massiven sozialen Problemen betroffen sind. Und zwar in einem Ausmaß, dass inzwischen rund 17 Prozent davon entweder von Armut bedroht sind – Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens beträgt – , oder bereits in Armut leben. Eine Zahl, die in den letzten Jahren unaufhaltsam gewachsen ist.
Besonders (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Heuchelei als Mittel der Politik

In ihrem verzweifelten Bemühen, die akute politische Krise der EU weiter zu kaschieren, greifen die Kommission und die bestimmenden Mitgliedstaaten zu immer untauglicheren Mitteln. Am Montag haben Juncker & Co. gleich zweimal zugeschlagen.
Da wurde am frühen Vormittag der Vertrag über die Militarisierung unter Dach und Fach gebracht. Immerhin 25 Mitgliedstaaten schließen sich zusammen zu einer neuen Militärunion mit konkreten Verpflichtungen, mehr Geld für Rüstung und Krieg auszugeben und ständig, (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Dann legt doch, bitteschön, die Bücher auf den Tisch!

Werden die Betriebe in Luxemburg demnächst am Hungertuch nagen? Wird kein Geld mehr vorhanden sein, um notwendige Investitionen in neue Maschinen, moderne Arbeitsverfahren und Spitzentechnologie vorzunehmen? Sind die Löhne so hoch und die Arbeitsproduktivität so niedrig, dass fleißige Unternehmer kein Geld mehr verdienen? Die verschiedenen Patronatsvereinigungen sind seit längerem dabei, ein regelrechtes Horrorszenario zu entwickeln und den Lohnabhängigen Angst einzujagen.
Diese Woche war die (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Standhalten in stürmischer Zeit

Bereits im Sommer hatte der umjubelte neue französische Präsident Emmanuel Macron den Grundstein für einen heißen gewerkschaftlichen Herbst gelegt, als er in seinen »Arbeitsmarkt-Reformen« ganz besonders an die Unternehmen und eher gar nicht an die arbeitenden Massen dachte. Geradezu als »sozialistischen Befreier« hatten ihn sozialdemokratische Kräfte gefeiert, als er Le Pen im Kampf um den Elysée-Palast besiegte. Doch man hatte sich zu früh gefreut: Kaum im Amt, folgte ein regelrechter Feldzug gegen (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Früchte des Zorns

Die USA werden Jerusalem offenbar als Hauptstadt Israels anerkennen. USA-Präsident Donald Trump werde diese Entscheidung im Laufe des Mittwochs (Ortszeit) bekanntgeben und das Außenministerium mit den Vorbereitungen zum Verlegen der USA-Botschaft nach Jerusalem beauftragen, verlautete am späten Dienstagabend aus dem Weißen Haus.
Die USA-Botschaft solle allerdings nicht sofort verlegt werden, ein solcher Umzug werde Jahre in Anspruch nehmen, sagten Regierungsvertreter, die namentlich nicht (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Neueinstellungen statt Überstunden

Trotz massiver Arbeitslosigkeit werden hierzulande nach wie vor zahlreiche Überstunden geleistet – Arbeiten also, die über die gesetzlich geregelte, regelmäßige Tages- oder Wochenarbeitszeit hinausgehen. Was von offizieller Seite nicht bestritten werden kann, wurde die Gewerbeinspektion (ITM) doch auch in den ersten Monaten dieses Jahres wieder von Hunderten von Betrieben über Arbeiten in Kenntnis gesetzt, die über die legale Schichtdauer hinaus verrichtet wurden.
Hinzu kommen die vielen (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Es geht um mehr als nur ein Bonbon

Vor knapp einem Jahr, am 14. Dezember 2016, hatte die Chamber eine punktuelle Steuerreform der Dreierkoalition von DP, LSAP und Déi Gréng verabschiedet. Damit gab die Regierung den Lohnabhängigen einen Teil von dem zurück, was sie ihnen zuvor aus der Tasche gezogen hatte.
Die Dreierkoalition hatte erst eine zeitlich begrenzte Staatshaushaltsausgleichssteuer von 0,5 Prozent für die allermeisten Lohnabhängigen und Rentner eingeführt und dann ein Jahr später drei von vier TVA-Sätze kräftig erhöht. (...)

>> mehr

... | 70 | 80 | 90 | 100 | 110 | 120 | 130 | 140 | 150 |...