Leitartikel

Letzter Eintrag : 22. Mai.

Unser Leitartikel:
Auf dem Kriegspfad

Es ist nicht immer leicht, aus den Worten des neuen Präsidenten der USA das herauszulesen, was er wirklich meint. Das mag auch daran liegen, daß er es in einigen Fällen selbst nicht so richtig weiß. Immerhin hat der Mann mit seinen Immobilienmilliarden und mit Spenden einiger Gesinnungsfreunde einen Wahlkampf durchgezogen, bei dem es ihm zuvörderst um zwei Ziele ging: Einmal auf den Stuhl des mächtigsten Präsidenten der Welt zu gelangen, und seine Konkurrentin Clinton als Symbolfigur der (...)

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Unser Leitartikel:
Komplizierte Verhandlungen

Natürlich ist es in einem Bereich wie der Finanzwelt kompliziert, einen Kollektivvertrag auszuhandeln. Dafür gibt es viele Gründe, angefangen dabei, dass die Beschäftigten, die in mehrere Gewerkschaftsorganisationen aufgesplittert sind, sich einem mächtigen Gegner gegenüber sehen, der, wenn es um die Profite und deren Aufteilung geht, sich an knallharten Kapitalinteressen orientiert.
Kompliziert ist die Sache auch, weil die Manager des Finanzkapitals dafür sorgten, dass inzwischen knapp jeder (...)

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Unser Leitartikel:
Es wird abgerechnet

Die seit dem Präsidentschaftswahlkampf laufenden Auseinandersetzungen innerhalb der herrschenden Klasse der USA nehmen an Schärfe zu. Erst feuerte USA-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche FBI-Chef James Comey, dann setzte Vizejustizminister Rod Rosenstein, der sich geweigert hatte, Comeys Entlassung zu fordern, am Mittwoch ausgerechnet Comeys Amtsvorgänger Robert Mueller als Sonderermittler ein, um – wie Rosenstein schrieb – »eine umfassende und gründliche Untersuchung der Bemühungen (...)

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35-Stunden-Woche keine UtopieVorwahl-Geplänkel um die Wohnungsfrage

In Zwischenwahlzeiten behandeln die regierenden Parteien die Wohnungsfrage bekanntlich eher zweitrangig, in Vorwahlzeiten laufen sie aber regelmäßig zu großer Form auf, wenn sie den Menschen, die gezwungen sind, einen großen Teil ihres Einkommens für Miete auszugeben und / oder sich mit katastrophalen Wohnverhältnissen herumplagen müssen, den Bau von genügend bezahlbaren Wohnungen versprechen.
Diese Profilierungssucht treibt bisweilen seltsame Blüten. In Differdingen stimmten die LSAP-Räte, zusammen (...)

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Wer’s glaubt, wird selig

Da steht er nach Schichtschluss an der Drehbank und wartet auf die Ablöse. Nur noch wenige Minuten, und er darf endlich nach Hause. Umso größer ist sein Unmut, als ihm mitgeteilt wird, dass er seinen Posten bis auf weiteres nicht verlassen darf, da der Arbeitskollege, der ihn ablösen soll, aus welchen Ursachen auch immer, noch nicht eingetroffen ist. Ihm stehen also einmal mehr Überstunden an. Und dies, obwohl sein letzter Ruhetag immerhin schon fast vier Wochen zurückliegt.
Erfreut zeigt sich (...)

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Gefahren für den Frieden

Alle Welt zeigt sich empört – also zumindest diejenigen Politiker und Medien, deren Meinungen in den westlichen Nachrichtenagenturen gehört und von ihnen weiterverbreitet werden. Da hat es doch dieser Zwergstaat im Norden der Koreanischen Halbinsel wieder einmal gewagt, eine Rakete zu testen. Damit ist der Frieden in der Welt auf das Allerhöchste gefährdet! Der Chef im Weißen Haus verlangt sofort neue Sanktionen. Der neugewählte Präsident Südkoreas hat einen Anlaß, seine erst wenige Tage zuvor (...)

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35-Stunden-Woche keine UtopieVon unverschämten Gebührenerhöhungen und notwendigem Protest

Trotz historisch niedriger Zinsen konnten die Banken am Finanzplatz Luxemburg für das Jahr 2016 einen Gewinn vor Rückstellungen in Höhe von 6,23 Milliarden Euro verbuchen, wie die staatliche Finanzaufsicht CSSF vor kurzem meldete. Das ist ganz schön viel Geld, das in die Taschen einer kleinen Minorität von Aktionären geflossen ist.
Dieser beachtliche Profit hinderte die Finanzinstitute freilich nicht daran, die niedrigen Zinsen anzuführen, um die während der vergangenen Monate erfolgten (...)

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Wann wird der Fortschritt gerecht verteilt?

Viel wird in den letzten Monaten von der neuen »Digitalen Revolution« geredet und phantasiert. Sie soll das Arbeitsleben noch »flexibler« gestalten, was immer das auch bedeuten mag, wenn Wirtschaftsbosse dieses Wort benutzen. Der Lohnbeschäftigte sollte jedoch besser die Ohren spitzen, wurden doch Begriffe wie »Reform« oder »Flexibilisierung« bisher noch nie zu seinen Gunsten ins Spiel gebracht.
In der heutigen Zeit sollte zwar die Forderung nach Arbeitsplätzen, die genug abwerfen, um damit ein (...)

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Unser Leitartikel:
Ein Tropfen auf den heißen Stein

Seitdem die Salariatskammer im Jahr 2011 zum ersten Mal ihr »Panorama social au Luxembourg« veröffentlicht hat, beklagt sie Jahr für Jahr eine weitere Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit. Davon ist betroffen, wem es seit mindestens einem Jahr verwehrt wird, seine Arbeitskraft zu verkaufen.
Weil es in der Regel nach einem Jahr auch kein Arbeitslosengeld mehr gibt, ist Langzeitarbeitslosigkeit eines der größten Armutsrisiken und hat darüber hinaus gravierende Folgen für die Gesundheit und die (...)

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Unser Leitartikel:
Macron, der Erlöser

Das erlösende Aufatmen in den westlichen Metropolen war am Sonntagabend kurz nach 20 Uhr beinahe körperlich spürbar. Schlag auf Schlag wurden die vorbereiteten Glückwünsche der Repräsentanten der kapitalistischen Staaten rund um den Globus in die Öffentlichkeit posaunt, nachdem bereits die ersten Ergebnisse der Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich keinen Zweifel daran gelassen hatten, daß der Strahlemann und Lieblingskandidat der Groß- und Finanzbourgeoisie mit uneinholbarem Abstand als (...)

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