Internationale Politik

Letzter Eintrag : 18. August.

MST besucht Temers Freunde

Bewegung der Landlosen in Brasilien startete Kampagne für Agrarreform

»Korrupte, gebt unsere Ländereien heraus!«: Unter diesem Motto startete Brasiliens Bewegung der Landarbeiter ohne Boden (MST) am Dienstagmorgen (Ortszeit) einen neuen nationalen »Kampftag für die Agrarreform«. An verschiedenen Orten im Land begannen ihre Aktivisten mit der Besetzung von Gütern der Landoligarchie, mit Straßenblockaden und Demonstrationen. Sie richten sich besonders gegen Stützen der im vergangenen Jahr auf illegitime Weise an die Macht gelangten Regierung von Michel Temer. Dessen (...)

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»Kapital nährt sich von schlecht bezahlter Arbeit«

Gespräch mit Philippe Martinez. Über Angriffe auf das französische Arbeitsrecht, das Verhältnis der Gewerkschaften zueinander und die Bedeutung von »Liberté, Égalité, Fraternité«

Philippe Martinez, 55 Jahre alt, ist der Sohn spanischer Einwanderer. Sein Vater kämpfte 1936 in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus und die Franco-Diktatur in seiner Heimat. Seit 1982 arbeitete Martinez als Ingenieur in den Renault-Werken in Boulogne-Billancourt, seit 1984 ist er Gewerkschafter. Im Jahr 2002 verließ er den Parti Communiste (PCF). 2008 wurde er zum Generalsekretär der Metallarbeitergewerkschaft FTM-CGT gewählt. Im Januar 2015 wurde er Generalsekretär des (...)

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Die dunkle Seite der VW-Tochter

An Verfolgung von Oppositionellen während Diktatur in Brasilien waren auch Konzerne beteiligt

Wachleute von VW do Brasil in den 1960er Jahren vor dem VW-Hauptwerk bei São Paulo ____________________________________________________________
Volkswagen bleibt in den Negativschlagzeilen. Während die Dieselaffäre weiter Kreise zieht, wird in den Medien nun auch ein Firmenkapitel ins Rampenlicht gestellt, welches das VW-Management auf die lange Bank der Historikerkommissionen abgeschoben glaubte. Es ist eine Auffrischung länger bekannter Vorwürfe. Beleuchtet wird die Kumpanei der (...)

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Freitod eines korrupten Bankers

Das Ende von Ex-Bankier Miguel Blesa macht auf Verwicklungen zwischen dem Finanzkapital und der rechtskonservativen Regierungspartei Spaniens aufmerksam

Rodrigo Rato (l.), Ex-Bankia-Chef und früherer Managing Director des Internationalen Währungsfonds (IMF), und der Ex-Präsident der Caja Madrid Miguel Blesa (r.)am 26. September 2016 vor Gericht __________________________________________________________
Der wegen Korruption zu sechs Jahren Haft verurteilte Ex-Bankier Miguel Blesa wurde wie kaum ein anderer zur Symbolfigur der Finanzkrise in Spanien. Mehr als zehn Jahre lang stand der Günstling des früheren Ministerpräsidenten José Maria Aznar an (...)

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Deutsche Bundesregierung spielt auf Zeit

Berlin läßt Gerichtstermin zu Entschädigungsklage von Nachfahren namibischer Völkermordopfer platzen. Verhandlungen mit Windhoek stocken

Zum 100. Jahrestag des Massakers stellen Nachfahren der Hereros am 14. August 2004 die Erniedrigung ihres Volkes durch deutsche kaiserliche Truppen nach _______________________________________________
Eigentlich hätte am vergangenen Freitag vor einem Gericht in New York über den Völkermord an den Herero und Nama verhandelt werden sollen, den deutsche Truppen zwischen 1904 und 1908 im heutigen Namibia verübt hatten. Bis zu 100.000 Menschen wurden damals getötet, die Opfer verloren große Teile (...)

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Die Staatsmacht schlägt zu

Marokko: Protestbewegung im Rif-Gebirge wird brutal unterdrückt

Ein Großaufgebot der marokkanischen Polizei ist am Donnerstagabend mit Härte gegen eine zuvor verbotene Demonstration in der Küstenstadt Al Hoceima im Norden des Landes vorgegangen. »Die Stadt ist eingehüllt in Tränengas«, berichtete eine Aktivistin auf Twitter. Immer wieder trieb die Staatsmacht die zunächst friedlichen Demonstranten auseinander und jagte sie durch die Straßen. Später am Abend sollen auch Steine gegen die Polizei geflogen sein. Es kam offenbar zu Verletzten auf beiden Seiten.
Weil (...)

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Lula steht nicht allein

Aktionstag in Brasilien für soziale Rechte und gegen die Feinde der Demokratie. Solidaritätsbekundungen für Expräsidenten

Alle reden hier vom Wetter. Den Grund dafür liefert eine Kaltfront, die von den Anden herüberzog und dem Süden Brasiliens Wintertage mit Eis, Schnee und Minusrekorden auf den Thermometern beschert. Nicht weniger frösteln lassen bis in den tropischen Norden hinauf viele allerdings die neuesten politischen Entwicklungen. Die Regierung von Präsident Michel Temer peitschte eine Neuordnung des Arbeitsrechts durch den Kongreß, die einen historischen Rückschritt für die Lohnabhängigen markiert. Eine (...)

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Opposition in Venezuela will weiteren »Generalstreik«

Caracas – Die rechtsgerichtete Opposition will nach dem fehlgeschlagenen »Generalstreik« vom vergangenen Freitag den politischen Konflikt in Venezuela weiter eskalieren. Die Organisatoren der Krawalle mit Toten und Verletzten haben für diese Woche zu einem zweitägigen »Streik« gegen die Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro aufgerufen, wie die Zeitung »El Universal« berichtete. Der »Generalstreik« am Mittwoch und Donnerstag soll sich gegen die von der Regierung für den 30. Juli angesetzte Wahl einer (...)

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Eine Massenmord-Organisation

Vor 475 Jahren wurde das »Sanctum Officium« als Zentrale des Terrors der Inquisition gebildet

Den organisierten Terror als Methode des Massenmordes zur barbarischen Unterdrückung und physischen Vernichtung Andersdenkender in die Menschheitsgeschichte eingeführt zu haben, geht zweifelsohne auf die katholische Kirche zurück. Jan Hus, Jeanne d´Arc, Girolamo Savanarola und Giordano Bruno gehörten zu den herausragenden Opfern ihrer Inquisition. Zur verschärften »Reinhaltung der Glaubens- und Sittenlehre« bildete Papst Paul III. am 21. Juli 1542 mit der Bulle »Licet ab initio« das »Sanctum (...)

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Ein Denkmal auf dem Parkplatz

Manchester hat seit Sonntag eine Friedrich-Engels-Statue. Sie wurde im Rahmen eines Kulturfestivals aus der Ukraine herangeschafft

Seit dem vergangenen Sonntag hat Manchester eine Friedrich-Engels-Statue. Sie wiegt zwei Tonnen, ist dreieinhalb Meter hoch und stammt aus der ukrainischen Stadt Mala Pereschtschepina. Dort wurde sie in der Zeit der Sowjetunion von einem unbekannten Künstler errichtet, man mochte sie länger schon nicht mehr haben, also nahm sich der aus dem nordwestenglischen Runcorn stammende Künstler Phil Collins ihrer an. Sie soll von nun an dauerhaft auf einem Parkplatz im Stadtzentrum stehen.
Friedrich (...)

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