Stahlbaron Mittal prophezeit wachsende Nachfrage in Europa

Branchenprimus ArcelorMittal prophezeit für 2014 eine Trendwende auf dem europäischen Stahlmarkt und wieder steigende Ergebnisse. Da Europa mittlerweile aus der Rezession komme, werde die Stahlnachfrage auf dem Kontinent wieder steigen, glaubt Konzernchef Lakshmi Mittal einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung zufolge. Zuletzt hatten krisenbedingte Überkapazitäten in Europa den Stahlkonzernen Verluste bereitet.

Nach Einschätzung des Stahlbarons dürfte die weltweite Nachfrage nach Eisen und Stahl nun wieder anziehen. Der Verbrauch werde im laufenden Jahr um dreieinhalb bis vier Prozent steigen, schätzt Mittal ein. 2014 hofft der von ihm kontrollierte Konzern das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um über eine Milliarde US-Dollar auf acht Milliarden Dollar steigern zu können. Im vergangenen Jahr war das EBITDA um über zehn Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar geschrumpft.

Bereits im vierten Quartal 2013 lief es für den weltgrößten Stahlkonzern aber wieder rund: Das EBITDA stieg um fast 23 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um drei Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Unterm Strich schreibt ArcelorMittal aber noch immer dunkelrote Zahlen: Der Verlust im Gesamtjahr 2013 beläuft sich auf zweieinhalb Milliarden Dollar. 2012 hatte das Minus sogar bei 3,4 Milliarden Dollar gelegen.

oe

Oliver Wagner : Freitag 7. Februar 2014