Dauerhaft niedrige Löhne angestrebt:

Cargolux-Direktion kündigte Kollektivvertrag

Einen Tag vor Sylvester hat die Cargolux-Direk­tion den Kollektivvertrag für die rund 1.500 Beschäftigten der Frachtfluggesellschaft gekündigt. Bei den Verhandlungen mit den Gewerkschaften seien keine Fortschritte erzielt worden, heißt es.

Hintergrund dieser Entscheidung ist die Absicht der Direktion der Frachtfluggesellschaft, bis 2017 insgesamt 250 Millionen Dollar einzusparen, und das zum großen Teil auf dem Buckel der Beschäftigten.
Parallel zu einer Erhöhung der Produktivität und einer Expansion der Aktivitäten nach Italien und China, will die Direktion die Löhne für die Piloten und das Bodenpersonal kürzen, die Gehältertabellen auf zwei reduzieren und bei Neueinstellungen den 13. Monat, die Prämien und die Bezahlung der Überstunden auf das gesetzliche Minimum zu senken. Genau das aber wollen die Gewerkschaften verhindern.

Hinzu kommt, dass die Direktion sich weigert, ernsthaft über Arbeitsplatzgarantien und eine »scope clause« zu verhandeln, die dazu beitragen könnte, Auslagerungen von Flugzeugen und Piloten zu verhindern.

Die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag, die im kommenden Jahr anstehen werden, dürften schwierig werden, da die Direktion im Sinne der Profitmaximierung dauerhaft niedrige Lohnkosten anstrebt.

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 30. Dezember 2014