Internationale Politik

Letzter Eintrag : 21. September.

Der Gott, der Plastik schuf

Der Kapitalismus erstickt an seiner eigenen Produktivität. Den Dreck, den er schafft, wird er nicht mehr los

Das Material ist die Signatur der Epoche. Die weit entlegenen, frühen Phasen der Menschheitsgeschichte, deren Umstände des gemeinschaftlichen Lebens und Tötens keiner so genau kennt, sind der Einfachheit halber nach den bevorzugt genutzten Werkstoffen des »tool making animal« benannt: Es gab eine Steinzeit, während der ein noch recht junger Homo sapiens mit dem Faustkeil hackte und schabte, schnitt und schlug. Danach eine Bronzezeit, in der die Metallgegenstände für Hieb und Stich vorherrschend (...)

>> mehr

Macri attackiert Medien

Argentiniens Präsident schrumpft Nachrichtenagentur und nimmt unliebsame Sender ins Visier. Journalisten wehren sich

Seit Amtsantritt des Präsidenten Mauricio Macri im Dezember 2015 werden in Argentinien kritisch-alternative Informationsprojekte wie auch etablierte und angesehene staatliche Medien systematisch zugunsten der privaten Konzerne geschleift. Der rechtskonservative Multimillionär hatte kurz nach seiner Machtübernahme den Unternehmer Hernán Lombardi in das von ihm neugeschaffene Amt eines Ministers für öffentliche Medien eingesetzt. Lombardis erste Amtshandlung bestand darin, die Staatsbeteiligung am (...)

>> mehr

Wie man Fluchtursachen schafft

Der Ausbau der EU-Flüchtlingsabwehr ist ein zentraler Schwerpunkt Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Alle drei Länder, die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer aktuellen Afrikareise besucht, zeichnen sich durch eine außergewöhnlich emigrationswillige Bevölkerung aus. Das Washingtoner Pew Research Center berichtete im Frühjahr, bei einer in mehreren Staaten Afrikas durchgeführten Umfrage hätten in Senegal 46 Prozent der Befragten angegeben, das Land verlassen zu wollen, sollten sie über die notwendigen Mittel und die Gelegenheit dazu verfügen. In Ghana äußerten dies 75 Prozent der Befragten, in (...)

>> mehr

Friedens-Demo in Trier

Gewerkschaften, DKP und AG Frieden rufen zum Weltfriedenstag zur Demonstration auf:

Eine Premiere ist die gemeinsame Friedenskundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Trier und der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier zum Weltfriedenstag. Die Veranstaltung wird von über 20 Gruppen, Parteien und Organisationen unterstützt, darunter DKP, SDAJ, »Aktion drei Prozent« Föhren, Antiatomnetz Trier, Bündnis 90/Die Grünen Trier, Die Linke Trier, Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg, FriedensfreundInnen Eifel, Palais e.V. und NaturFreunde Trier-Quint.
»›Nie wieder Krieg‹ und (...)

>> mehr

Doppelmoral im Netzwerk

Fakeaccounts gegen politische Gegner: Facebook und Co. sperren iranische und russische Konten. Und was ist mit Seiten der USA-Regierung?

Die großen US-amerikanischen Internetkonzerne haben angekündigt, gegen »Hacker und Propaganda« vorgehen zu wollen. Wenige Monate vor den Kongreßwahlen in den USA verschärfen vor allem die bekannten Onlinenetzwerke ihr Vorgehen gegen unliebsame Profile, die sie im Verdacht haben, »gefälscht« zu sein. Facebook und Twitter löschten bereits Hunderte Auftritte, die – so die Begründung – zur koordinierten Manipulationen der öffentlichen Meinung gedacht gewesen seien. Allein bei Facebook fielen der Säuberung (...)

>> mehr

Nachhut

Chemnitz und die deutsche Staatsdoktrin

Auch Konterrevolutionen haben ihre eigene Dialektik. Die Parole »Wir sind ein Volk« erhielten die Leipziger Montagsdemonstranten im Herbst 1989 von der hessischen CDU »geschenkt«. Die Losung wurde ein Vorspiel für das Wüten z.B. Thilo Sarrazins, damals im Bundesfinanzministerium zuständig für das Erfinden der »Währungsunion«, den tödlichen Giftcocktail für die DDR-Wirtschaft. Sie schuf Platz für das Mord- und Bestattungsunternehmen Treuhand, das nicht nur Fabriken ausräumte, sondern im Osten mit Hilfe (...)

>> mehr

Trump wirft Google Manipulation vor

USA-Präsident sieht Übermacht »überregionaler linksorientierte Medien«

Washington – USA-Präsident Donald Trump wirft Google, Facebook und Twitter die »Unterdrückung konservativer politischer Stimmen« vor und droht den Internetgiganten mit Konsequenzen. »Sie sollten lieber vorsichtig sein, weil man Menschen das nicht antun kann«, sagte Trump am Dienstagnachmittag (Ortszeit).
Am frühen Morgen hatte Trump bereits via Twitter kritisiert, wer auf Google nach »Trump News« suche, bekomme nur schlechte Nachrichten und Berichte der »Fake News Media« angezeigt. »96 Prozent der (...)

>> mehr

Wiederaufbau in Syrien

Gerangel um lukrative Geschäfte nach dem Ende des Krieges

Bei seinen Bemühungen, Einfluß auf Syriens Entwicklung nach dem sich abzeichnenden Ende des Krieges zu erlangen, ist Berlin mit der Tatsache konfrontiert, daß Damaskus wichtige Weichen für den Wiederaufbau des Landes schon gestellt hat – zugunsten derjenigen Staaten, die es im Krieg militärisch oder politisch unterstützten. Das trifft vor allem auf Rußland zu, aber auch auf China; die Volksrepublik gilt inzwischen – nicht zuletzt wegen ihres gewaltigen ökonomischen Potentials – als »Nummer eins« (...)

>> mehr

Sturm auf die Geschäfte

Erste Effekte von Wirtschaftsreformen in Venezuela lösen Euphorie aus, doch Unsicherheit bleibt

Gut eine Woche nach Beginn der Wirtschaftsreformen in Venezuela herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung Hochstimmung. Über Nacht konnten die Menschen wieder Lebensmittel wie Fleisch oder Hühnchen einkaufen, die noch Stunden zuvor für die große Mehrheit unerschwinglich waren. Das war so nicht absehbar gewesen. Zwar hatte die Regierung von Staatspräsident Nicolás Maduro den 20. August, an dem die Währungsumstellung in Kraft trat, für arbeitsfrei erklärt, um Probleme zu vermeiden. Ab diesem Datum (...)

>> mehr

Der Druck des Klans

Familie des früheren griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis will Straße für früheren Führer der griechischen Rechten benennen

Fast wäre er 100 Jahre alt geworden, wie es ihm seine nach Tausenden zählenden »Patenkinder« so oft gewünscht hatten. Doch dann reichte es doch nicht ganz: Im Mai des vergangenen Jahres starb der 1918 geborene Konstantinos Mitsotakis in einem Athener Krankenhaus. Nur 15 Monate später will nun seine Familie eine Straße nach dem ehemaligen Anführer der griechischen politischen Rechten benannt haben – und zwar eine ziemlich große und etliche Kilometer lange. Die linke Opposition der Provinzhauptstadt (...)

>> mehr

... | 30 | 40 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 100 | 110 |...