Schausteller mit Schueberfouer-Auftakt zufrieden

Trotz des verregneten Sonntags sind die Betreiber der knapp 200 Fahrgeschäfte, Restaurants, Süßwarenläden, Los- und Schießbuden sowie der rund 100 Verkaufsstände bislang mit dem Besucherandrang auf dem Glacisfeld zufrieden. Dort findet noch bis Mittwoch, 9. September die 675. Schueberfouer statt, die sonntags bis donnerstags von 12 bzw. spätestens 14 Uhr bis 1 Uhr und freitags und samstags bis 2 Uhr morgens geöffnet ist.

Es sei lange her, daß es auf der Fouer überhaupt nicht geregnet habe, tröstete Roger Pelzer, seit vielen Jahren Präsident des Verbands der teilnehmenden Schausteller, seine Kollegen am Montag auf der traditionellen Pressekonferenz nach dem ersten Fouer-Wochenende. Auch die Polizei habe bislang kaum Probleme mit Besuchern gehabt, ergänzte Marc Weydert, der Verantwortliche der Stadt Luxemburg für Messen und Märkte. Wenn es nach ihm gehe, würden die Restaurants und Fahrgeschäfte ab näch­stem Jahr bereits um 11 Uhr öffnen, so wie das auf anderen großen Volksfesten wie z.B. dem Münchner Oktoberfest der Fall sei. Für zum Teil höhere Preise als im Vorjahr machte Pelzer die Erhöhung der Mehrwertsteuer durch die Regierung verantwortlich.

Im Beisein von Stadtschöffe Patrick Goldschmidt überreichte der »Comité international des festivités de la Schueberfouer« den beiden gemeinnützigen Organisationen Ile aux clowns und Médecins Sans Frontières gestern Schecks in Höhe von jeweils 10.000 Euro. Auch im nächsten Jahr sollen die beiden Organisationen mit Geldern unterstützt werden, die am nächsten Sonntag auf der »Journée de la solidarité« von den Betreibern der Fahrgeschäfte gespendet werden.

Am heutigen Bürgermei­stertag wird man in den Restaurants der Schueberfouer von 17 bis 22 Uhr von Bürgermeistern bedient, die diese Arbeit für einen wohltätigen Zweck machen. Am morgigen Mittwoch ist Familientag, an dem an den Fahrgeschäften um 30 Prozent reduzierte Eintrittspreise gelten, und am Donnerstag »Königinnentag«, an dem die Schobermesse von 17 bis 22 Uhr von Schönheits-, Wein-, Bier- und son­stigen Königinnen samt Anhang beehrt wird.

Am »Fouerméindeg« am 31. August findet dann die alljährliche Braderie in den Straßen der Oberstadt und des Bahnhofsviertels statt, am Donnerstag, dem 3. September ist »Biergerdag« und am letzten Fouer-Tag können die Fahrgeschäfte von 14 bis 20 Uhr wieder zum halben Preis genutzt werden, bevor dann ab 22 Uhr auf der Roten Brücke das Abschlußfeuerwerk steigt.

oe

Oliver Wagner : Dienstag 25. August 2015