»Krieg gegen Terror«

Erweiterte Sprengstoffkontrollen mit Wischtests an Flughäfen

Im Zuge des von den USA, der NATO und der EU weiter angeheizten »Krieges gegen Terror« müssen Flugpassagiere auf ihrem Flug in den Urlaub nun noch mehr Unannehmlichkeiten ertragen. Ab sofort werden an europäischen Flughäfen Sprengstoffkontrollen zur Verhinderung von Terroranschlägen verschärft. Passagiere und ihr Handgepäck werden stichprobenartig auf Spuren von Sprengstoff untersucht. Mit einem Prüfstab und Teststreifen werden Wischproben von den Händen, der Kleidung und dem Gepäck genommen. Die Proben werden dann mit einer direkten chemischen Analyse in speziellen Geräten auf Sprengstoffspuren untersucht.

Grund sind ergänzende EU-Vorschriften zum Handgepäck, die am 1. September in Kraft traten. Ziel der genaueren Kontrollen sei »noch mehr Sicherheit«. Hantiere jemand vor Abflug mit Sprengstoff, seien sogar winzige Partikel an Händen oder Geräten nachzuweisen.

Die neuen Kontrollen erfolgen nach dem Passieren des Metalldetektors. Für einige Reisende könnte die gesamte Prozedur dadurch länger dauern, sagte ein Sprecher der deutschen Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. Für Fluggäste, deren Laptops oder Tablets ohnehin mit Wischtests überprüft würden, »könnte es aber auch schneller gehen«. Eine erste Bilanz sei erst in einigen Wochen sinnvoll. (dpa/ZLV)

Donnerstag 3. September 2015