Bankenkollektivvertrag

Gewerkschaften pochen auf lineare Lohnerhöhungen

Wie nicht anders zu erwarten, erweisen sich die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag im Bankenbereich als schwierig.

Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 1. März 2018, lassen die Gewerkschaften ALEBA, OGBL-SBA und LCGB-SESF diese Woche über ihre Belegschaftsvertreter eine Stellungnahme an alle Bankangestellten verteilen, in welcher sie auf die inakzeptable Haltung der Bankervereinigung ABBL verweisen.

Die Banker lehnen jede Form von automatischer Gehaltsentwicklung und jede lineare Lohnerhöhung ab und wollen zudem die Juniprämie und die Zugehörigkeitsprämie abschaffen und durch eine wesentlich niedrigere »Treueprämie« ersetzen. Zudem weigert sich die Patronatsvereinigung, das neue Gesetz von Dezember 2017 über die Arbeitszeitregelung umzusetzen.

Die drei Gewerkschaften, die einen gemeinsamen Forderungskatalog aufstellten und lineare Lohnerhöhungen mit einer Dreijahresgarantie fordern, rufen die Beschäftigten in ihrer Stellungnahme dazu auf, sich bereit zu halten. Die Verhandlungsrunde im März sei »entscheidend und richtungweisend«.

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 20. Februar 2018