Internationale Politik

Letzter Eintrag : 25. April.

Die Bank und die Blockade

Der Berliner Verlag 8. Mai unterstützt den kubanischen Sozialismus, die Postbank nicht. Eine Überweisung zur Insel stoppt das Geldinstitut – und verstößt damit gegen EU-Recht

Deutsche Kreditinstitute schließen sich freiwillig der USA-Blockade gegen Kuba an – auch wenn sie damit gegen in der EU geltendes Recht verstoßen.
Ein Beispiel dafür durfte nun der Verlag 8. Mai GmbH erleben, in dem auch die Zeitung »junge Welt« erscheint. Der Verlag unterstützt die sozialistische Insel, indem er die »Granma Internacional« in Deutschland herausgibt – und Beträge nach Havanna überweist. Doch kurz vor Ostern funkt die Postbank dazwischen. Am 28. März verweigert sie »aus (...)

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Der große Sprung in den Kosmos

Vor 57 Jahren umkreiste der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin die Erde

Juri Gagarin herzlich begrüßt in Paris ________________________________________
Am Donnerstag jährt sich der erste Flug eines Menschen in den Weltraum zum 57. Mal, als Juri Gagarin am 12. April 1961 mit der »Wostok 1« als erster Mensch in den Kosmos flog und die Menschheit an die Eroberung des Weltalls, fernab von der »Heimat Erde«, brachte. Es war eine wissenschaftliche und technische Meisterleistung der sowjetischen Raumfahrtpioniere und mit dem Mut des ersten Kosmonauten Juri Gagarin auch eine (...)

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Volksheld hinter Gittern

Historische Zäsur: Nach Tagen mit großen Aktionen des Widerstandes geht Brasiliens früherer Präsident Lula ins Gefängnis

Eines der letzten Bilder in Freiheit: Lula da Silva auf dem Weg zu seiner Inhaftierung __________________________________________________
Seine Verfolger haben ihr großes Ziel erreicht: Der frühere Präsident Brasiliens, Gewerkschaftsführer und Gründer der Arbeiterpartei (Partido dos Trabalhadores, PT), Luiz Inácio Lula da Silva ist nicht mehr in Freiheit. Am Samstag gegen 19 Uhr (Ortszeit) verließ Lula das Gebäude der Metallarbeitergewerkschaft der sogenannten ABC-Industrieregion von São Paulo in (...)

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Puigdemont will reden

Kataloniens Expräsident in Berlin. Terrorphantasien aus Madrid

Großes Medieninteresse: Puigdemonts Pressekonferenz am Samstag in Berlin ______________________________________________________
Das »Aquarium« am Kottbusser Tor im Berliner Stadtteil Kreuzberg platzte am Samstag aus allen Nähten. Dutzende Fernsehteams aus ganz Europa und unzählige Journalisten hatten sich in dem Veranstaltungszentrum eingefunden, in dem sonst »Hartz-IV«-Beratungen stattfinden und Behinderteninitiativen ihre Büros haben. Vor dem Gebäude an der Skalitzer Straße standen einige Dutzend (...)

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Langer Leidensweg

Die Befreiung der Ost-Ghouta kurz vor dem Abschluß. Schwere Vorwürfe über einen angeblichen Einsatz von Giftgas erschweren die Lage.

Die ersten der 5.000 Gefangenen und Geiseln der »Armee des Islam« wurden am Sonntagabend freigelassen und in Damskus begrüßt _______________________________________________________
Alle bewaffneten oppositionellen Gruppen sind aus den Vororten der östlichen Ghouta von Damaskus abgezogen und haben der syrischen Armee die Gebiete übergeben, die sie teilweise seit 2012 kontrollierten. Lediglich die »Armee des Islam«, die von Saudi Arabien und der Türkei unterstützt wurde und wird, versuchte noch, den (...)

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Mord in Boksburg

Vor 25 Jahren wurde Chris Hani ermordet

Das Denkmal für Chris Hani in Boksburg, seinem letzten Wohnsitz _______________________________________________________
Chris Hani muß erschöpft gewesen sein am 10. April 1993. In diesem Frühjahr stand Südafrika vor dem Abgrund eines Rassenkrieges – schwarze nationalistische Gruppen wie die Azanian Peoples Liberation Army verübten Anschläge auf Restaurants, Kirchen und Bars mit überwiegend weißen Opfern und überfielen Farmen. Die antikommunistische Zulu-Partei Inkatha provozierte blutige Zusammenstöße (...)

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Schwarzer Tag für Brasilien

Seine Verfolger haben ihn, doch sie kommen zu spät. Lula ist längst eine lebende Mythengestalt und ein Symbol, weit über Brasilien und Lateinamerika hinaus. Sein Name steht schon jetzt in den Geschichtsbüchern neben solchen wie Salvador Allende, Fidel Castro oder Hugo Chávez. Wer die Brutalität in Lateinamerika aus der Historie kennt, wer auch nur erahnt, was Millionen Menschen mit diesem Namen verbinden, wird den Schmerz, die Wut und die Trauer ermessen können, den seine Gefangennahme bei ihnen (...)

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Wenn Dr. King am Leben wäre…

…würde er marschieren

Martin Luther King am 28. August 1963 mit seinen Unterstützern beim »Marsch auf Washington« ____________________________________________
Fünf Jahrzehnte sind vergangen, seit Reverend Dr. Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motel in Memphis erschossen wurde. In dieser Stadt treffen sich in dieser Woche Tausende, um des Lebens der Ikone des Kampfes um Bürgerrechte zu gedenken. Beginnend mit Symposia im Nationalmuseums für Bürgerrechte unter der Federführung der neuen Kampagne der Armen (...)

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Nach Drehbuch

Politische Justiz in Brasilien

Niemand steht über dem Gesetz! Brasiliens früherer Präsident Lula soll für zwölf Jahre hinter Gitter wandern. Das Oberste Gericht hat Sérgio Moro, dem Sheriff von Curtiba, freie Hand gegeben, den Gründer der Arbeiterpartei einzulochen.
Dessen Verbrechen wiegen schwer. Begangen hat er sie alle auf Netflix. In der dort kürzlich angelaufenen achtteiligen Serie »Der Mechanismus« von José Padilha über die Polizeioperation »Lava Jato« ist ein Staatschef, der Lula verkörpern soll, als finstere Figur im (...)

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Häuserkampf vermieden

Busse stehen bereit zur Evakuierung der Islamisten (Duma, 5. April) ______________________________________________
Duma ist die größte Stadt in der Region Ghouta im Osten von Damaskus. Sie war von Anfang an ein Brennpunkt des Krieges, in dem zunächst die Organisation der Moslembrüder aktiv war und gegen die Regierung kämpfte.
Über die Monate und Jahre entstand eine Vielzahl von dschihadistischen Organisationen. Sie kämpften gegen die Regierung und immer wieder gegeneinander.
Die größte dieser (...)

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