Bahnstrecke Luxemburg-Trier darf zweigleisig befahren werden

Koblenz – Trotz noch fehlender Lärmschutzwände darf die teils auf zwei Gleise ausgebaute Bahnstrecke zwischen dem südwestdeutschen Trier und Luxemburg vollständig genutzt werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in einem am Freitag veröffentlichten Beschluß.

Damit scheiterte der Eilantrag eines Hauseigentümers, der direkt an der Strecke wohnt. Dieser wollte einen vorerst nur eingleisigen Betrieb erreichen.

Ursprünglich war vorgesehen, das Haus des Antragstellers mit einer vier Meter hohen Schallschutzwand zu schützen. Dagegen wehrte dieser sich, weil die Wand Schatten werfe und er keinen freien Blick auf die Mosel mehr habe. Seine Klage hatte Erfolg, woraufhin nun niedrigere Schallschutzwände vorgesehen sind, die aber noch nicht stehen. Bis zu deren Bau wollte er, daß nur ein Gleis befahren wird.

Die Richter betonten indes, der Lärm werde nicht größer als in den vergangenen Jahren. Nachts bleibe die Zahl der Züge gleich, tagsüber erhöhe sie sich nur wenig. Für den Bahnverkehr brächte der eingleisige Betrieb Nachteile.

(dpa)

Freitag 2. Januar 2015