Ein drittes Flugzeug an Cargolux Italia überstellt:

Cargolux setzt Outsourcing und Sozialdumping fort

Am 23. Februar hatte der Verwaltungsrat der Frachtfluggesellschaft Cargolux beschlossen, die Entscheidung über die Auslagerung von drei weiteren Flugzeugen von Luxemburg nach Mailand auszusetzen und zwischendurch weitere Gespräche mit den Gewerkschaften zu führen. Bis zu jenem Zeitpunkt waren zwei Flugzeuge an Cargolux Italia überstellt worden.

Gestern nun teilte der LCGB mit, Cargolux habe ein drittes Flugzeug an ihre italienische Tochtergesellschaft abgegeben. Laut Gewerkschaft komme dies einem Bruch der Kollektivvertragsverhandlungen gleich.

Die Absicht des Frachtflugunternehmens, Cargolux Italia insgesamt fünf Flugzeuge zu unterstellen, hat weniger mit Flugrechten, dafür aber mehr mit Sozialdumping zu tun, da Piloten in Italien deutlich niedrigere Löhne haben, flexibler arbeiten und sozial weitaus weniger gut abgesichert sind als das in Luxemburg der Fall ist. Demnach geht es allein darum, den Profit kräftig auf Kosten der Beschäftigten zu steigern.

Für den LCGB ist die Auslagerung ein klarer Fall von Sozialdumping, da nur eines der Flugzeuge auf Strecken von und nach Italien, die anderen aber auf Strecken von und nach Luxemburg eingesetzt werden sollen.
Der Gewerkschaft zufolge hat die Auslagerung eines Flugzeugs auch den Verlust von rund einer Millionen Euro pro Jahr an Steuern und Beitragszahlungen zur Folge.

Nik.

Freitag 3. April 2015