»Europa« hat die Nase vorn

Wer hat eigentlich ökonomisch in den asiatischen ASEM-Mitgliedsländern die Nase vorn – »Europa« oder die USA? Dazu hat die EU kurz vor dem ASEM-Gipfel aktuelle Daten publiziert. Demnach übertrifft der Außenhandel der 28 EU-Länder, Norwegens und der Schweiz mit den asiatischen ASEM-Ländern mit einem Volumen von 1,656 Billionen Euro denjenigen der Vereinigten Staaten mit der Region (1,281 Billionen Euro) deutlich. Auch beim Bestand an Direktinvestitionen ist die EU mit 1,039 Milliarden Euro im (...)

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Der Dealmaker ist außen vor

EU-Asien-Gipfel grenzt sich von Trump-Administration ab. »Konnektivitätsstrategie« gegen China

Große Worte hatten die Organisatoren des Asien-Europa-Gipfels (ASEM, Asia-Europe-Meeting) als Motto für ihr Treffen gewählt, das am Donnerstag und am Freitag in Brüssel abgehalten wurde : »Globale Partner für globale Herausforderungen« . 30 europäische und 21 asiatische Staaten waren vertreten : die 28 EU-Mitglieder, Norwegen und die Schweiz auf der einen, die zehn südostasiatischen ASEAN-Mitglieder, China, Südkorea und Japan, Indien und Rußland sowie sechs weitere Staaten Asiens und der Pazifikregion (...)

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Konstruktion einer Schuldenkrise

EU-Kommission mischt sich in italienische Fiskalpolitik ein

Ja, und dann haben wir noch die »Schuldenkrise Italiens«, sagte der Börsenreporter. Schuldenkrise? Welche Schuldenkrise? Klappen gerade die italienischen Banken zusammen? Kann die italienische Regierung ihre Schulden nicht bezahlen? Braucht sie frisches Geld wie einst 2010 bis 2012 die griechische oder gar die argentinische jetzt? Keine Rede davon. Die Rede ist allein von einem Konflikt zwischen Italien und dem Rest der EU über die Frage, wie der Staatshaushalt 2019 aussehen soll. Die Regierung (...)

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Kurswechsel in Quito

Ecuador bricht diplomatische Beziehungen mit Venezuela ab

Ecuador hat am Donnerstag die diplomatischen Beziehungen zu Venezuela abgebrochen und Botschafterin Carol Delgado des Landes verwiesen. Zugleich wurde Ecuadors Geschäftsträgerin in Caracas, Elizabeth Méndez, »zu Konsultationen« nach Hause zurückgerufen. Sie verließ noch am Donnerstag Venezuela und kam damit der Antwort aus Caracas zuvor. Trotzdem wurde sie »nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit« von Venezuela ebenfalls zur »unerwünschten Person« erklärt.
Zur Begründung für den Bruch zwischen den (...)

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Tod eines Stiers

Generalsekretär der drittgrößten französischen Gewerkschaft FO von Macronisten zum Rücktritt gezwungen

Nach nur fünf Monaten im Amt ist Pascal Pavageau, Generalsekretär der drittgrößten französischen Gewerkschaft Force ouvrière (FO), am Mittwoch zurückgetreten. Zum Verhängnis wurden dem 49 Jahre alten Hoffnungsträger der gewerkschaftlichen Linken Dossiers, die in seinem Umfeld über Gegner des FO-Chefs angelegt worden waren. Diese sogenannten Reformisten bilden in der FO eine Gruppe, die der Regierung des neoliberalen Staatschefs Emmanuel Macron und dessen Partei La République en marche (LREM) (...)

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