Anlagenbauer Paul Wurth verdient weiter viel Geld mit Hochofentechnologie

Der Anlagenbauer Paul Wurth, der einst ein Prunkstück von ARBED und Arcelor war und 2012 von Mittal an die deutsche SMS-Gruppe verscherbelt wurde, machte im Jahr 2012 einen Umsatz von 454,2 Millionen Euro. Das verbuchte Neugeschäft stieg auf 507,6 Millionen Euro, was eine Steigerung von mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2011 bedeutet. Der Profit vor Steuern wird mit 17,8 Millionen Euro angegeben, so dass die neuen SMS-Aktionäre, die 59,1 Prozent der Aktien besitzen, viel Geld kassieren werden.

Die Projektabwicklung von Paul Wurth macht deutlich, dass Hochöfen, obwohl Mittal sie inzwischen reihenweise liquidiert, nach wie vor Hochkonjunktur in der Welt haben. 2012 konnte Paul Wurth vier Großprojekte abschließen: den Neubau und die Inbetriebnahme eines Hochofens in Visakhapatnam (Indien), den Bau und die Inbetriebnahme eines neuen Hochofens in Jamshedpur (Indien), die Inbetriebnahme einer Koksofenbatterie in der Zentralkokerei Saar in Dillingen (Deutschland) und die Inbetriebnahme der ersten Kohlestaubeinblasanlage in Rußland. Zusammen mit der japanischen IHI Corporation schuf Paul Wurth eine »Joint venture«, welche es dem Anlagenbauer aus Luxemburg erstmals ermöglichen wird, seine Technologien im Hochofen- und Kokereibereich in Japan zu verkaufen.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 16. Mai 2013