LuxAirGroup stellte Bilanz 2012 vor

10,5 Millionen Euro Verlust eingeflogen

Am Mittwoch stellte die LuxAirGroup ihre Jahresbilanz für 2012 vor und betonte, es sei ein »schlechtes Jahr« gewesen. Der operative Verlust sei durch die rückläufige Rentabilität bei LuxairTours, sowie das Defizit bei der Cargo-Sparte auf über 18 Millionen Euro gestiegen, so die Verantwortlichen. Im Vergleichsraum des Jahres 2011 seien es noch zwei Millionen gewesen.

Der Umsatz stieg zudem von 428,6 Millionen im Jahr 2011 auf 446,7 Millionen Euro in 2012. Habe man 2011 unterm Strich noch einen Gewinn von 3,6 Millionen Euro erzielt, stünden dort nun die erwähnten 10,5 Millionen Verlust.

Das Transportvolumen der CargoLux sei im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gesunken.

Besonders hart sei der Konkurrenzkampf im vergangenen Jahr auf den Strecken nach und von München, Genf, London und Hamburg gewesen. Trotzdem habe sich das Passagieraufkommen mit einer Steigerung von sieben Prozent »stabilisieren« können, was auch durch die Modernisierung der Flotte erreicht worden sei.

Im Bilanzzeitraum seien insgesamt 804.198 Passagiere befördert worden. Die größte Kundengruppe seien weiterhin Franzosen, gefolgt von Luxemburgern und Deutschen. Negativ habe sich die Situation in den beliebten Urlaubsregionen Tunesien und Griechenland auf den Umsatz ausgewirkt, dennoch bleibe das Frachtgeschäft das Sorgenkind des Unternehmens und verantwortlich für den operativen Verlust.

Sanierung über das Personal Bis 2015 wolle man nun ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und dazu eine private Beratungsgesellschaft beauftragt, zwischen Oktober 2012 und März 2013 eine Analyse durchzuführen, deren Ergebnisse im patronalen Forderungskatalog in die Kollektivvertragsverhandlungen eingebracht worden sei. Wer also die Bilanzsanierung bezahlen darf, dürfte klar sein.

CK

Christoph Kühnemund : Freitag 31. Mai 2013