Leitartikel

Letzter Eintrag : 17. Januar.

Unser Leitartikel:
Es geht um mehr als nur ein Bonbon

Vor knapp einem Jahr, am 14. Dezember 2016, hatte die Chamber eine punktuelle Steuerreform der Dreierkoalition von DP, LSAP und Déi Gréng verabschiedet. Damit gab die Regierung den Lohnabhängigen einen Teil von dem zurück, was sie ihnen zuvor aus der Tasche gezogen hatte.
Die Dreierkoalition hatte erst eine zeitlich begrenzte Staatshaushaltsausgleichssteuer von 0,5 Prozent für die allermeisten Lohnabhängigen und Rentner eingeführt und dann ein Jahr später drei von vier TVA-Sätze kräftig erhöht. (...)

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Unser Leitartikel:
Soll der Mindestlohn die LSAP vor dem nächsten Wahldebakel retten?

Dass es einen gesetzlichen Mindestlohn in Luxemburg gibt, ist eine Errungenschaft der starken Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte es einen solchen, staatlich verordneten Mindestlohn nicht gegeben, und viele Kapitalisten bezahlten einen Spottpreis für den Kauf der Arbeitskraft der Lohnabhängigen. Je besser es ihnen gelang, die Löhne zu drücken, desto höher war ihr Profit.
Die Durchsetzung eines Mindestlohnes war daher nichts anderes als die Einführung eines gesetzlichen (...)

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Unser Leitartikel:
Physische und psychische Konsequenzen

Kürzlich startete das Gesundheitsministerium eine neue Kampagne zur Sensibilisierung für Depressionen. Diese Krankheit, und nichts anderes ist es, wird immer noch tabuisiert, verharmlost und ins Lächerliche gezogen oder gar gänzlich unter den Teppich gekehrt. In einer Gesellschaft, in welcher der Einzelne zu funktionieren hat, fallen Abweichungen von der Norm schell auf und psychische Erkrankungen werden allzu oft als persönliche Schwäche und Unfähigkeit umgedeutet.
Dabei warnen Mediziner bereits (...)

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Unser Leitartikel:
Mindestlohn nicht zu hoch, sondern zu niedrig

Er schäme sich für seine Kollegen Volksvertreter, erklärte der ehemalige LCGB-Nationalpräsident und CSV-Deputierte Robert Weber Anfang 2015 in einer »Carte Blanche« auf RTL, nachdem auf Krautmarkt alle 60 Chamberdeputierten für eine Erhöhung des Mindestlohns um ein ganzes Promille (0,1 Prozent) oder 1,93 Euro pro Monat gestimmt hatten.
Angesichts der von der Regierung aus DP, LSAP und Déi Gréng beschlossenen TVA-Erhöhung zum 1. Januar 2015, die Mindestlohnbezieher, die den größten Teil ihres (...)

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Unser Leitartikel:
Es wird immer schlimmer

Die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung und Deregulierung der Arbeitszeitorganisation massiv verschlechtert. In letzter Minute abgeänderte Schichtpläne, unregelmäßige Arbeitszeiten und häufig wechselnde Schichtdauern gehören heute vielfach genauso zum Arbeitsalltag wie Personalmangel, Mehrarbeit, nicht vergütete Überstunden, gekürzte Ruhepausen und gestrichene Urlaubstage.
Die zunehmende Flexibilität hat nicht allein zur Folge, dass immer (...)

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Unser Leitartikel:
Gipfel des Zynismus

Man könnte es für einen schlechten Witz halten, aber die Dame ist nicht zu Scherzen aufgelegt, schon gar nicht angesichts des Dilemmas im eigenen Land. Frau Merkel meinte es ganz offensichtlich ernst, als sie am Wochenende per Videobotschaft forderte: »Die Regierungen Afrikas müssen sich um die Jugend kümmern«.
An sich ist die Forderung berechtigt, käme sie nicht ausgerechnet aus dem Munde der deutschen Kanzlerin, der wichtigsten Vorreiterin der Austeritätspolitik in der Europäischen Union, der (...)

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Unser Leitartikel:
100 Prozent arbeiten für 80 Prozent Lohn

Gut einen Monat vor den Gemeindewahlen vom 8. Oktober 2017 haben die Gewerkschaften OGBL und LCGB den neuen Kollektivvertrag für die rund 2.000 Arbeiter von 18 Südgemeinden unterzeichnet.
Die Unterzeichnung war generell mit Erleichterung aufgenommen worden, umso mehr während mindestens drei Jahren knapphart verhandelt wurde und zwischenzeitlich die Gefahr bestand, dass es zu massivem Sozialabbau kommen werde.
So richtig in der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wurden die Verhandlungen erst, (...)

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Unser Leitartikel:
Arbeitszeitkonten: Vorsicht ist geboten

Arbeitsminister Nicolas Schmit erklärte rezent, Anfang des kommenden Jahres ein Gesetzesprojekt zu Arbeitszeitkonten im Privatsektor vorlegen zu wollen. Nachdem der OGBL darauf hingewiesen hatte, daß die UEL in elementaren Punkten keine Zusicherungen habe geben können und deshalb die Diskussion unter den »Sozialpartnern« zum Thema Arbeitszeitkonten ergebnislos geblieben sei.
Dennoch wertet die Gewerkschaft die Einführung solcher Konten als einen »Schritt zur Harmonisierung zwischen öffentlichem (...)

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Unser Leitartikel:
PISA: Was nicht paßt, wird ignoriert

Hatte Erziehungsminister Claude Meisch bereits im Dezember 2016 bei der Präsentation der Ergebnisse der sechsten PISA-Studie erklärt, es sei fraglich, ob sich Luxemburg weiter an den seit dem Jahr 2000 von der OECD in dreijährlichem Turnus durchgeführten Schulvergleichstests beteiligen wird, so haben Minister, Erziehungsministerium und bis auf diese Zeitung sämtliche Medien eine am Dienstag veröffentlichte PISA-Sonderauswertung einfach ignoriert.
Liegt es daran, daß die 5.300 Fünfzehnjährigen, (...)

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Unser Leitartikel:
Lineare Lohnaufbesserungen müssen her

Auch im reichen Luxemburg sind die Themen Armut und Armutsrisiko kein Tabu mehr, zumal inzwischen fast jeder Sechste davon betroffen ist. Eine Situation, die ohne Sozialhilfen sogar noch um ein Vielfaches schlimmer wäre. Auffallend dabei ist, dass immer häufiger auch Menschen gefährdet sind, die einer bezahlten Arbeit nachgehen.
Eine Folge davon, dass neben dem seit nun fast zehn Jahren anhaltendem Sozialabbau, der den arbeitenden Menschen und Rentnern von den jeweiligen Regierungen (sowohl (...)

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