Folgen des Klimawandels in Luxemburg

Nationale Strategie soll gegensteuern

Gestern stellte Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) eine neue Strategie vor, welche dabei helfen soll, die Folgen des Klimawandels in Luxemburg einzudämmen. Die Auswirkungen des Klimawandels seien bereits deutlich zu spüren: So betrug die mittlere Temperatur zwischen 1981 und 2010 9,3 Grad Celsius gegenüber dem Zeitraum zwischen 1961 und 1990 mit 8,3 Grad. Seit 1880 beträgt der globale Temperaturanstieg durchschnittlich lediglich 0,85 Grad.

Sechzehn der 17 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen liegen im 21. Jahrhundert und Klimaprojektionen für Luxemburg zeigen für die Zukunft einen weiteren Anstieg der Temperaturen, ausgelöst insbesondere durch einen Anstieg der Minimaltemperaturen während der Wintermonate.
Eine nationale Strategie soll nun helfen, die negativen Folgen dieser klimatischen Veränderungen für die Menschen und die Wirtschaft zu begrenzen.

Die Strategie unterteilt sich in verschiedene Sektoren, wie Bauen und Wohnen, Energie oder Katastrophenmanagement und bewertet die Klimafolgen auf die Sektoren im Bezug auf deren Wichtigkeit. Katastrophenereignisse, wie rezent im Müllerthal, fänden nicht häufiger statt als früher, jedoch mit einer höheren Intensität. Klimawandelereignisse zeigten sich auch durch lange Trockenphasen
Die Strategie sieht Aktionsmöglichkeiten für die einzelnen aufgeführten Sektoren vor, um auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren.
Dazu kommt eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung auf 90 Prozent und lokalen Präventionsmaßnahmen. Wiederaufbaumaßnahmen werden zu 100 Prozent übernommen.

Die entsprechenden Risikokarten dazu sollen in naher Zukunft veröffentlicht werden.

CK

Christoph Kühnemund : Donnerstag 14. Juni 2018