Leitartikel

Letzter Eintrag : 12. Dezember.

Unser Leitartikel:
Nicht alle haben Grund zum Feiern

Die Weihnachtsfeiertage und Neujahr stehen vor der Tür. Doch nicht alle werden Grund zum Feiern haben. Denn im reichen Luxemburg gibt es immer mehr Haushalte, die von massiven sozialen Problemen betroffen sind. Und zwar in einem Ausmaß, dass inzwischen rund 17 Prozent davon entweder von Armut bedroht sind – Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens beträgt – , oder bereits in Armut leben. Eine Zahl, die in den letzten Jahren unaufhaltsam gewachsen ist.
Besonders (...)

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Unser Leitartikel:
Heuchelei als Mittel der Politik

In ihrem verzweifelten Bemühen, die akute politische Krise der EU weiter zu kaschieren, greifen die Kommission und die bestimmenden Mitgliedstaaten zu immer untauglicheren Mitteln. Am Montag haben Juncker & Co. gleich zweimal zugeschlagen.
Da wurde am frühen Vormittag der Vertrag über die Militarisierung unter Dach und Fach gebracht. Immerhin 25 Mitgliedstaaten schließen sich zusammen zu einer neuen Militärunion mit konkreten Verpflichtungen, mehr Geld für Rüstung und Krieg auszugeben und ständig, (...)

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Unser Leitartikel:
Dann legt doch, bitteschön, die Bücher auf den Tisch!

Werden die Betriebe in Luxemburg demnächst am Hungertuch nagen? Wird kein Geld mehr vorhanden sein, um notwendige Investitionen in neue Maschinen, moderne Arbeitsverfahren und Spitzentechnologie vorzunehmen? Sind die Löhne so hoch und die Arbeitsproduktivität so niedrig, dass fleißige Unternehmer kein Geld mehr verdienen? Die verschiedenen Patronatsvereinigungen sind seit längerem dabei, ein regelrechtes Horrorszenario zu entwickeln und den Lohnabhängigen Angst einzujagen.
Diese Woche war die (...)

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Unser Leitartikel:
Standhalten in stürmischer Zeit

Bereits im Sommer hatte der umjubelte neue französische Präsident Emmanuel Macron den Grundstein für einen heißen gewerkschaftlichen Herbst gelegt, als er in seinen »Arbeitsmarkt-Reformen« ganz besonders an die Unternehmen und eher gar nicht an die arbeitenden Massen dachte. Geradezu als »sozialistischen Befreier« hatten ihn sozialdemokratische Kräfte gefeiert, als er Le Pen im Kampf um den Elysée-Palast besiegte. Doch man hatte sich zu früh gefreut: Kaum im Amt, folgte ein regelrechter Feldzug gegen (...)

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Unser Leitartikel:
Früchte des Zorns

Die USA werden Jerusalem offenbar als Hauptstadt Israels anerkennen. USA-Präsident Donald Trump werde diese Entscheidung im Laufe des Mittwochs (Ortszeit) bekanntgeben und das Außenministerium mit den Vorbereitungen zum Verlegen der USA-Botschaft nach Jerusalem beauftragen, verlautete am späten Dienstagabend aus dem Weißen Haus.
Die USA-Botschaft solle allerdings nicht sofort verlegt werden, ein solcher Umzug werde Jahre in Anspruch nehmen, sagten Regierungsvertreter, die namentlich nicht (...)

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Unser Leitartikel:
Neueinstellungen statt Überstunden

Trotz massiver Arbeitslosigkeit werden hierzulande nach wie vor zahlreiche Überstunden geleistet – Arbeiten also, die über die gesetzlich geregelte, regelmäßige Tages- oder Wochenarbeitszeit hinausgehen. Was von offizieller Seite nicht bestritten werden kann, wurde die Gewerbeinspektion (ITM) doch auch in den ersten Monaten dieses Jahres wieder von Hunderten von Betrieben über Arbeiten in Kenntnis gesetzt, die über die legale Schichtdauer hinaus verrichtet wurden.
Hinzu kommen die vielen (...)

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Unser Leitartikel:
Es geht um mehr als nur ein Bonbon

Vor knapp einem Jahr, am 14. Dezember 2016, hatte die Chamber eine punktuelle Steuerreform der Dreierkoalition von DP, LSAP und Déi Gréng verabschiedet. Damit gab die Regierung den Lohnabhängigen einen Teil von dem zurück, was sie ihnen zuvor aus der Tasche gezogen hatte.
Die Dreierkoalition hatte erst eine zeitlich begrenzte Staatshaushaltsausgleichssteuer von 0,5 Prozent für die allermeisten Lohnabhängigen und Rentner eingeführt und dann ein Jahr später drei von vier TVA-Sätze kräftig erhöht. (...)

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Unser Leitartikel:
Soll der Mindestlohn die LSAP vor dem nächsten Wahldebakel retten?

Dass es einen gesetzlichen Mindestlohn in Luxemburg gibt, ist eine Errungenschaft der starken Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte es einen solchen, staatlich verordneten Mindestlohn nicht gegeben, und viele Kapitalisten bezahlten einen Spottpreis für den Kauf der Arbeitskraft der Lohnabhängigen. Je besser es ihnen gelang, die Löhne zu drücken, desto höher war ihr Profit.
Die Durchsetzung eines Mindestlohnes war daher nichts anderes als die Einführung eines gesetzlichen (...)

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Unser Leitartikel:
Physische und psychische Konsequenzen

Kürzlich startete das Gesundheitsministerium eine neue Kampagne zur Sensibilisierung für Depressionen. Diese Krankheit, und nichts anderes ist es, wird immer noch tabuisiert, verharmlost und ins Lächerliche gezogen oder gar gänzlich unter den Teppich gekehrt. In einer Gesellschaft, in welcher der Einzelne zu funktionieren hat, fallen Abweichungen von der Norm schell auf und psychische Erkrankungen werden allzu oft als persönliche Schwäche und Unfähigkeit umgedeutet.
Dabei warnen Mediziner bereits (...)

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Unser Leitartikel:
Mindestlohn nicht zu hoch, sondern zu niedrig

Er schäme sich für seine Kollegen Volksvertreter, erklärte der ehemalige LCGB-Nationalpräsident und CSV-Deputierte Robert Weber Anfang 2015 in einer »Carte Blanche« auf RTL, nachdem auf Krautmarkt alle 60 Chamberdeputierten für eine Erhöhung des Mindestlohns um ein ganzes Promille (0,1 Prozent) oder 1,93 Euro pro Monat gestimmt hatten.
Angesichts der von der Regierung aus DP, LSAP und Déi Gréng beschlossenen TVA-Erhöhung zum 1. Januar 2015, die Mindestlohnbezieher, die den größten Teil ihres (...)

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