Druckerei Faber will Löhne um 20 Prozent kürzen

Gewerkschaft fordert Ausarbeitung eines Geschäftsplans ohne Lohnkürzungen

Wegen der schlechten finanziellen Lage des Unternehmens wollen die Betriebsinhaber der Druckerei Faber aus Mersch, dass das Personal auf unbegrenzte Zeit auf 20 Prozent des Lohns sowie auf die jährliche Gratifikation in Form eines 13. Monatsgehalts verzichten soll.

Diese Maßnahme würde für das Druckunternehmen zu einem Ersparnis von 660.000 Euro im Jahr führen, ohne dass dafür die Garantie gegeben wäre, dass die 75 Arbeitsplätze gerettet und der Betrieb vor dem Konkurs bewahrt würde.

In einer Stellungnahme des OGBL heißt es, das Management habe den Betrieb während der vergangenen Jahre weiter heruntergewirtschaftet, obwohl die Auftragbücher voll und die Beschäftigten die Arbeit kaum bewältigen könnten. Nun aber soll das Personal »für die Fehler des Managements, für Streitigkeiten innerhalb der Familie Faber, für unbezahlte Rechnungen, für eine zu zahlende Miete von 910.000 Euro, die seit März 2014 nicht mehr bezahlt wurde, gerade stehen«, heißt es in der Stellungnahme des OGBL.

Die Gewerkschaft stellt klar, dass sie diese Vorgehensweise nicht unterstützen wird und fordert die Ausarbeitung eines Geschäftsplans, der das Weiterbestehen des Unternehmens absichert.

Nik.

Freitag 16. Oktober 2015