Hunderte Flüchtlinge erreichen griechische Inseln

Griechische Polizisten beobachten Migranten auf der Insel Lesbos

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Athen – Erneut hat eine hohe Zahl von Migranten in den vergangenen zwei Tagen von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln in der Ostägäis übergesetzt. Insgesamt erreichten von Freitagmorgen bis Montagmorgen 443 Menschen die griechischen Inseln, wie der griechische Flüchtlingskrisenstab am Sonntag mitteilte.

In Athen wird mit großem Interesse täglich die Zahl der ankommenden Migranten beobachtet. Türkische Politiker hatten in den vergangenen Tagen wiederholt den Flüchtlingspakt mit der EU in Frage gestellt, der vor genau einem Jahr in Kraft trat. Bislang wird die erhöhte Anzahl der Migranten auf das gute Wetter zurückgeführt, das zurzeit in der Ägäis herrscht, hieß es aus Kreisen der Küstenwache am Sonntag.

Auf den griechischen Inseln warteten am Sonntag rund 14.200 Flüchtlinge darauf, daß ihre Asylanträge bearbeitet werden und sie danach weiterreisen können.

Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt sieht vor, daß die Menschen in die Türkei zurückgeschickt werden können, deren Asylanträgen in Griechenland nicht stattgegeben wird. Insgesamt leben in Griechenland knapp 62.500 Flüchtlinge. (dpa/ZLV)

Montag 20. März 2017