Studie zu »NEETs« präsentiert

Rund 20 Prozent hängen in der Luft

Gestern stellte Bildungsminister Claude Meisch die Ergebnisse einer Studie vor, welche in Zusammenarbeit mit dem SNJ, IGSS und LISER im Zeitraum von 2013 bis 2017 bei rund 3.000 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren erhoben wurde.

Als »NEET« werden junge Menschen bezeichnet, die nicht zur Schule gehen, jedoch auch keiner Formation oder Arbeit nachgehen. Die vorliegende Studie sollte erstmals ein konkreteres Licht auf die Situation um diese Jugendlichen werfen.

Rund 36 Prozent der Jugendlichen, die an der Studie teilnahmen, waren mehr als 2 Jahre in dem genannten Schwebezustand, während der Rest für einen kürzeren Zeitraum in dieser Situation war oder zwischenzeitlich das Land verlassen hatte, um sein Glück andernorts zu versuchen. Letztere fielen mit 20 Prozent in der Statistik auf.

Auffallend: Rund 20 Prozent der Jugendlichen schaffen den Schritt in die Arbeitswelt, an die Uni oder in eine weiterführende Maßnahme gar nicht erst. Sie sind in akuter Gefahr, völlig abgehängt zu werden. Größte Sorge in diesem Zusammenhang allerdings seien die Schulabbrecher, so Meisch. Hier müsse der Hebel angesetzt werden und durch bessere und engere Betreuung, sowohl innerhalb der Schule, als auch im außerschulischen Umfeld, ein solcher Schritt eines jungen Menschen verhindert werden.

Bereits im Jahr 2007, so SNJ-Direktor Georges Metz, habe der Service national de la jeunesse von der Regierung den Auftrag bekommen, entsprechende Programme für Abbrecher oder »NEETs« zu entwickeln.

CK

Christoph Kühnemund : Dienstag 13. Juni 2017