»Verantwortung übernehmen«:

Mehr Geld für NATO und neue Richtlinien für die Armee

Gestern verkündete Francine Closener, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, daß die Luxemburgische Armee neue Richtlinien bekommen werde, welche eine Modernisierung der Armee, sowie eine neue Rekrutierungsstrategie beinhalten soll. Auch wolle man ein Bataillon ziviler Freiwilliger aus der Taufe heben. Zusätzlich soll ein militärmedizinischer Bereich gebildet werden, dessen Standort noch zu ermitteln sei. Klar sei allerdings bereits jetzt, daß es kein eigenständiges Militärkrankenhaus geben wird. Das hierfür rekrutierte Personal soll in »Friedenszeiten« seinen Dienst im normalen Krankenhausalltag absolvieren.

Mit den belgischen Nachbarn soll ein 100 Millionen Euro teures gemeinsames Helikopterprogramm auf die Kufen gestellt werden, was entsprechende Infrastrukturen am Findel mit sich bringe, wo 2 der 3 Maschinen stationiert werden sollen.

Was die Beteiligung an der NATO betrifft, verkündete Closener, man müsse mit Blick auf den NATO-Gipfel von 2014, wo eine höhere Beteiligung der Partnerländer vereinbart worden sei, nun ebenfalls zeigen, daß Luxemburg ein gleichwertiger Partner sei. Deshalb werde die NATO-Beteiligung von 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf 0,6 Prozent erhöht, was eine Erhöhung des Militärbudgets von 291 auf 412 Millionen Euro bis 2020 bedeutet.

In diesem Zusammenhang soll die luxemburgische Armee die Zusammenarbeit mit Privatunternehmen ausbauen, welche wichtiges know-how und Technologien liefern können. Außerdem werden mehr Gelder für die Abteilung »Cyberdefence« bereitgestellt.

Die Felder der luxemburgischen Armee im NATO-Kontext lägen nachwievor bei Überwachung und Datensammlung von Einsatzgebieten, so Closener.

Der Militärsatellit von Staat und SES, in dessen Kapazitäten sich andere Länder einkaufen können, sei in diesem Zusammenhang äußerst gefragt.

CK

Christoph Kühnemund : Mittwoch 12. Juli 2017