200 Arbeitsplätze bei Nordea auf der Kippe

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die schwedische Großbank Nordea angekündigt, sie wolle ihre Geschäfte restrukturieren, ihre Aktivitäten stärker im Norden Europas konzentrieren und innerhalb von drei bis vier Jahren bis zu 6.000 Stellen abbauen.

Dieser Kelch wird nicht an Luxemburg vorbeigehen. Inzwischen ist gewusst, dass die Schweizer UBS einen Teil des Privatkundengeschäfts von Nordea in Luxemburg übernehmen soll, allerdings nur mit 150 der in diesem Bereich tätigen 350 Bankangestellten. Sollte Nordea seine Absicht verwirklichen und einen anderen Teil seiner Privatkundengeschäfte nach Nordeuropa verlegen, könnten hierzulande schnell bis zu 200 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen.

Das Vermögensverwaltungsgeschäft von Nordea in Luxemburg, soll hingegen weitergeführt werden. In diesem Bereich arbeiten 180 Beschäftigte.

D.A.S. Luxemburg setzt 15 Beschäftigte mit Sozialplan auf die Straße

Am 6. Februar unterzeichneten die Gewerkschaften Aleba, OGBL und LCGB einen Sozialplan für 14 Beschäftigte, die das Versicherungsunternehmen D.A.S. Luxemburg auf die Straße setzen wird.

Mitte Januar war bekannt geworden, dass der deutsche Versicherungskonzern Ergo Versicherungen AG, der Besitzer der D.A.S. Luxemburg ist, die Rechtsschutzversicherungsportfolios seiner Luxemburger Niederlassung an die deutsche Allianz-Gruppe verkaufen werde. Die Allianz wollte neun Beschäftigte übernehmen, 16 sollten entlassen werden.

Nach den Verhandlungen mit den Gewerkschaften steht fest, dass Allianz zehn beschäftigte einstellen wird. Der Sozialplan für die 15 Beschäftigten, die entlassen werden, sieht eine Reihe von Abgangsentschädigungen vor, die über die gesetzlich vorgesehen Entschädigungen hinausgehen. Man einigte sich auch auf ein Budget für die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen.

A.R.

Donnerstag 8. Februar 2018