EU will für »faire Arbeitsbedingungen« sorgen

Berlin – Die EU-Kommission hat sich für die Gründung einer »Europäischen Arbeitsbehörde« schon (!) im kommenden Jahr ausgesprochen. Am heutigen Dienstag werde die Kommission einen entsprechenden Gesetzesvorschlag machen, berichtete die Springer-Zeitung »Welt am Sonntag« unter Berufung auf informierte Kreise in Brüssel.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte den Vorschlag in seiner jährlichen Rede zur Lage der Union bereits im vergangenen September angekündigt, jedoch keinen Zeitplan genannt. Ziel sei es, daß Arbeiter überall in der EU denselben Lohn für dieselbe Arbeit an einem Ort erhalten. Es gehe darum, »faire Bedingungen im Binnenmarkt« durchzusetzen.

Die neue Behörde »European Labour Authority« (ELA), soll den Status einer EU-Agentur erhalten und ebenso wie die EU-Bankenaufsichtsbehörde etwa 150 Mitarbeiter haben. Es gehe unter anderem um die Kontrolle, ob Mindestlohn und Sozialstandards eingehalten werden, sagte die zuständige EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen der Zeitung. (dpa/ZLV)

Montag 12. März 2018