Das Wohnungsproblem ist lösbar

Aber nicht mit den Nutznießern der Wohnungsnot

Letzten Samstag waren die Kandidierenden der Liste 5 KPL d‘Kommunisten wieder in der hauptstädtischen Bahnhofsavenue angetreten, um Lösungen für ein drängendes Problem aufzuzeigen, aber auch zu erklären, warum keine der Sektionen der bürgerlichen Einheitspartei ein Interesse an dieser Lösung hat.

Von jenen, die von einem Problem persönlich profitieren, die Lösung dieses Problems zu erwarten, ist naiv. Nun aber ist es so, daß Bauträger, Baufirmen, Immobilienbüros und Vermieter mit stetig steigenden Preisen für Wohnungen und Mieten immer höhere Profite einfahren. Da diese Leute nicht nur im Dunstkreis aller Sektionen der bürgerlichen prokapitalistischen Einheitspartei verkehren, sondern bis hinauf in diese wie die in die vorigen Regierungen ihre eminenten Vertreter sitzen haben, ist klar, daß alle ihre Versprechen zum Wohnungsbau nicht ernst zu nehmen sind.

Tatsächlich hat sich daher seit dem denkwürdigen Spruch des CSV-Premier Juncker am 7.5.2002 in der Chamber: »Wir bauen zu wenig und zu teuer«, und dem Eingeständnis am 12.10.2005, es sei sein größter persönlicher Mißerfolg, in der Wohnungsfrage versagt zu haben, nichts geändert. Und das wird sich ohne die konsequente Opposition von KPL-Abgeordneten am Krautmarkt auch in der nächsten Legislatur unter Garantie nicht ändern!

Um dieses Thema drehten sich etliche Gespräche, viele zeigten mit dem Daumen nach oben ihr Einverständnis mit unserem Vorschlag, Staat und Gemeinden müßten mit eigens einzustellenden Baurbeitern in eigener Regie tätig werden, denn nur mit mehr Bauarbeitern kann mehr gebaut werden! Da uns so viele Mut, Durchhaltevermögen und Erfolg wünschten, lassen wir die zwei geprüften Antikommunisten unter den Tisch fallen, die glaubten uns anpöbeln zu müssen. Nur so viel: »die houre Kommunisten« konnten in der Sowjetunion nicht 180 Millionen Russen umbringen, weil es ganz einfach so viele dort gar nicht gab. Wobei dann auch noch zu erklären wäre, woher die Soldaten der Roten Armee kamen, die schließlich in Berlin die rote Flagge des Sieges hissen konnten, und wie es möglich war trotz all der Toten in diesem Krieg des Imperialismus gegen die Sowjetunion, daß dort noch immer 150 Millionen nach 1945 übrig waren. Am Ende ist schließlich dann auch noch zu fragen, bei der Lösung von welchem aktuellen Problem dieser Anwurf hilfreich sein soll!

jmj

Dienstag 11. September 2018