Auf den Spuren von Karl Marx

Frauenkommission der DKP traf sich in Trier. Mit dabei waren auch Frauen der KPL

Als sich die Frauenkommission der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) anläßlich des 200. Geburtstages von Karl Marx am vergangenen Wochenende in dessen Geburtsstadt Trier traf, beteiligten sich auch Genossinnen von der KPL. Viele der Teilnehmerinnen waren bereits am 5. Mai in Trier mit dabei gewesen, als neben der offiziellen Gedenkfeier eine große antikapitalistische Demonstration durch die Straßen gezogen ist.

Am Samstagvormittag luden die Genossinnen und Genossen der Trierer DKP und ihrer Jugendorganisation SDAJ zu einem alternativen Stadtrundgang. Von der Porta Nigra und dem ganz in der Nähe befindlichen Wohnhaus des Begründers des Wissenschaftlichen Sozialismus führte Kathrin Schug, die in einem städtischen Museum arbeitet, die interessierten Zuhörerinnen zum ehemaligen französischen Offizierscasino am Kornmarkt, wo sich zu Marx’ Zeiten die »Trierer Lesegesellschaft« traf, bis zum Wohnhaus von Jenny Marx und der Familie von Westphalen in der Neustraße.

Zum Abschluß des Rundgangs wurde der ehemalige jüdische Friedhof in Trier-Süd besucht, der normalerweise nicht zugänglich ist. Trotz des regnerischen Herbstwetters informierte Peter Szemere, der in der jüdischen Gemeinde Trier aktiv ist, ausführlich über jüdische Bräuche und zeigte das Grab von Marx’ Großeltern.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem kurdischen Restaurant ging es in den Infoladen »Komplex«, wo lebhaft über das Referat »Wozu eigentlich noch Marx? Die Aktualität eines Rauschebarts« diskutiert wurde. Bis in den Abend hinein wurden bei kühlen Getränken viele interessante Gespräche geführt.

Am Sonntag schauten sich die Kommunistinnen aus Deutschland und Luxemburg die Karl-Marx-Ausstellung in seinem Geburtshaus in der Brückenstraße an, die zum Bedauern der Teilnehmerinnen auch nach der Umgestaltung der zum 200. Geburtstag des Philosophen konzipierten Ausstellung weiter vom offenbar tiefsitzenden Antikommunismus der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung zeugt.

Während des Wochenendes konnten nach einhelligem Bekunden der Teilnehmerinnen neue Kontakte geknüpft und bestehende ausgebaut sowie wichtige frauen- und allgemeinpolitische Themen diskutiert werden.

Konni Kanty

Die Besuchergruppe vor der im Mai feierlich enthüllten Karl-Marx-Statue des chinesischen Bildhauers Wu Weishan (Foto: Konni Kanty)

Mittwoch 28. November 2018