»Chambre des salariés« zu den Familienzulagen

Anpassung der Sach- und der Geldleistungen erfordert

Anläßlich ihrer Plenarversammlung am 27. November 2018 verabschiedete die »Chambre des salariés« einstimmig ihre Haltung zu den Änderungsanträgen betreffend das Gesetzesprojekt über einen Anpassungsmechanismus der Familienzulagen, seien es Sach- oder Geldleistrungen.

Die Regierung hatte bereits in einer Abmachung mit den Gewerkschaften OGBL, LCGB und CGFP am 28. November 2014 einer regelmäßigen Anpassung der Sach- und Geldleistungen bei den Familienzulagen zugestimmt.
Bis dato blieb es allerdings bei einem Gesetzesprojekt, das noch nicht von der Chamber verabschiedet wurde.

Die »Chambre des salairés« möchte Aufschluß von der Regierung über Einzelheiten der vorgesehenen Anpassung und stellt klar, dass sie nicht akzeptieren werde, sollte ein Ausbau der Sachlei­stungen als Argument angeführt werden, um eine strukturelle Erhöhung der Geldlei­stungen auszuschließen. Hier sei eine parallele Entwicklung notwendig, so die Plenarversammlung der »Chambre des salariés«, auch um eine Diskriminierung von Grenzgängern zu verhindern, die in der Praxis nicht immer Zugang zu Sachleistungen haben.

Die »Chambre des salariés« wünscht in ihrem Gutachten auch, dass der Entwicklung des Medienlohnes zwischen 2017 und 2018 Rechnung getragen wird.
Eine CSV/LSAP-Regierung hatte die Indexierung des Kindergeldes im Jahr 2006 abgeschafft.

A.R.

Freitag 30. November 2018