Bedürftigen aus der Not helfen

Weihnachten und Neujahr stehen vor der Tür. Doch nicht alle werden Grund zum Feiern haben. Denn im reichen Luxemburg gibt es zunehmend Haushalte, die von sozialen Problemen betroffen sind, am Monatsende beide Enden nicht mehr zusammenkriegen. Immer mehr sind von Armut bedroht oder leben bereits in Armut.
Besonders gefährdet von dieser besorgniserregenden Entwicklung sind Arbeitslose, Niedriglohnverdiener, kinderreiche Familien, Ausländer und Alleinerziehende – von denen inzwischen praktisch jeder Zweite von Armut bedroht ist. Die Lage hat sich derart zugespitzt, dass ohne Sozialhilfen weitere Zigtausende Probleme hätten, über die Runden zu kommen.

Ist von Armut die Rede, so ist meist die monetäre Armut gemeint. Daneben gibt es allerdings auch die Armut der Lebensbedingungen sowie die Existenzarmut, wenn es Haushalten unmöglich ist, wegen fehlender finanzieller Mittel Bedürfnisse zu befriedigen, die für ein Leben in Würde unentbehrlich sind.

Dass sich die soziale Situation vieler Haushalte in den letzten Jahren derart verschlechtert hat, hat mehrere Gründe, wobei Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, stagnierende Löhne, Reallohnverluste, horrende Mietpreise und das Schrumpfen der Kaufkraft wohl als Hauptursachen des zunehmenden Armutsrisikos anzuführen sind.
Eine spürbare Wende zum Positiven ist nicht zu erwarten, da es – trotz der angekündigten minimalen Aufbesserung des Mindestlohns und der zum Ende der Legislatur angekündigten Wiedereinführung der Indexierung der Familienleistungen – weiterhin die Schwächsten im Glied sind, die am schlimmsten unter den Folgen der Krise, die sie nicht verschuldet haben, zu leiden haben werden.

Um bedürftigen Menschen punktuell helfen zu können und sie vor einem Abrutschen ins soziale Abseits zu bewahren, haben die Kommunisten in den letzten Jahren mehrfach Sofortmaßnahmen vorgeschlagen, die allerdings immer wieder auf taube Ohren stießen.

Anders in Rümelingen, wo LSAP und KPL seit den letzten Kommunalwahlen den Schöffenrat bilden und auf Drängen der Kommunisten im Koalitionsabkommen festgehalten wurde, dass heute jeder Bürger 20 Liter Wasser pro Tag gratis erhält. Zweifelsohne ein erster Schritt in die richtige Richtung, bedürftigen Menschen schrittweise aus der Not zu helfen.

g.s.

Gilbert Simonelli : Freitag 7. Dezember 2018