Ab dem 1. Januar 2019

Der Mindestlohn steigt um 1,1 Prozent, die Renten um 0,8 Prozent

Ab dem 1. Januar 2019 gelten neue Sozialparameter. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der gesetzliche Mindestlohn um 1,1 Prozent erhöht, die Renten um 0,6 Prozent angehoben und das soziale Mindesteinkommen REVIS (bisher RMG) angepasst wird.
Ab 1. Januar wird der gesetzliche Mindestlohn für einen nichtqualifizierten Lohnabhängigen 2071,10 Euro betragen. Für 17-Jährige 1.656,88 Euro und für 15- und 16-Jährige 1.553.33 Euro.
Der gesetzliche Mindestlohn für qualifizierte Lohnabhängige wird auf 2.485,32 Euro angehoben.
Laut Regierung soll die Erhöhung von 1,1 Prozent bereits Teil der versprochenen Nettoerhöhung von 10 Prozent sein, die nur zu einem kleinen Teil von den Unternehmern und zum größeren Teil aus dem Staatshaushalt, also auch vom Steueraufkommen der Lohnabhängigen finanziert werden soll. Wann das geschehen wird, steht noch nicht fest.

Erinnern wir daran, dass die »Chambre des salariés« für den gesetzlichen Mindestlohn einen Nachholbedarf von mehr als 20 Prozent errechnet hatte, was die KPL dazu bewogen hatte, eine Erhöhung des Mindestlohnes um 20 Prozent zu fordern.
Die persönliche Mindestrente wird ab dem 1. Januar 2019 1.841,51Euro betragen. Das gleiche gilt für die Mindestrente für den überlebenden Ehegatten. Die persönliche Höchstrente wird auf 8.525,50 Euro ansteigen, so dass die Schere zwischen Mindestrente und Höchstrente, die ohnehin bereits zu weit auseinandergeht, sich weiter öffnet.

Die Jahresendzuwendung für Rentner, die während 40 Jahren Sozialbeiträge einzahlten, steigt von 64,96 Euro (1/12) auf 65,55 Euro, so dass der Maximalbetrag, der im Dezember 2019 zur Auszahlung gelangen wird, 786,60 Euro sein wird, sofern zuvor keine Indextranche erfallen wird.

Veränderungen gibt es bekanntlich auch beim garantierten Mindesteinkommen, das ab sofort nicht mehr RMG, sondern REVIS heißen wird.

Ab dem 1. Januar wird der monatliche Betrag für eine Person 1.452 Euro sein, ganze 15,8 Euro mehr als bisher. Der Beitrag für eine Hausgemeinschaft zweier erwachsener Personen steigt auf 2.178,04 Euro. Für jede zusätzliche erwachsene Person kommen 415,51 Euro hinzu, für jedes Kind 132,02 Euro. So verwaltet man Armut statt sie zu beseitigen.

A.R.

Freitag 28. Dezember 2018