Index der Verbraucherpreise

Preise für Erdölprodukte und Inflation rückläufig

Am Mittwoch meldete das Statistische Amt, der Index der Verbraucherpreise sei im Dezember, verglichen mit dem vorangegangenen Monat, um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen, Das hatte auch zur Folge, dass die Jahresinflationsrate auf 1,9 Prozent sank.

Der Rückgang des Index der Verbraucherpreise und der Inflation ist darauf zurückzuführen, dass der bereits im November beobachtete Preisverfall bei den Erdölprodukten sich im Dezember fortsetzte.
Den Berechnungen des Statec zufolge fiel der Preis für Heizöl im Dezember um 12,3 Prozentpunkte. Bei Diesel waren es 6,5 Prozentpunkte bei Benzin immerhin noch 6%.

Trotz dieses Rückgangs waren die im Index-Warenkorb ausgewiesenen Preise für Mineralölprodukte im Dezember 2018 insgesamt 5,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Preise für Erdölprodukte, die traditionell starken Schwankungen ausgesetzt sind, während der vorangegangenen Monate stark angestiegen waren, was zu einem Inflationsschub geführt hatte.
Parallel zum Fall der Erdölpreise stagnierten die Preise für die anderen Konsumartikel und Dienstleistungen im Dezember, die Preise für Lebensmittel gingen sogar um 0,7 Prozentpunkte zurück, bei Frischobst waren es 5,7 Prozent.

Teurer wurden im Dezember hingegen Mietautos und die Mietparkplätze (+11,9%), Uhren (+1,6%), Möbel (+1,3%), Frisöre, Produkte und Dienstleistungen um Kosmetikbereich sowie die Alten- und Pflegeheime (+0,3%).
Teurer wurden aber auch Flugtickets (+7,9%), während die Preise für Pauschalreisen um 2,9% zurückgingen.

Der semestrielle Durchschnitt des Index gekoppelt an vom 1. Januar 1948, der für die nachträgliche Anpassung der Löhne an die Infla­tion gilt, stieg von November auf Dezember von 861.53 auf 862.44 Punkte.

Die nächste Indextranche ist bei einem Durchschnitt von 873.94 Punkten fällig.

A.R.

Im Dezember gingen die Preise für Lebensmittel im Durchschnitt um 0,7 Prozentpunkte zurück

Mittwoch 9. Januar 2019