Gramegna in Asien, Asselborn in der Türkei

Finanzminister Pierre Gramegna ist seit Montag und noch bis Samstag dieser Woche auf Werbetour in Asien. Zunächst reiste er in die chinesische Sonderwirtschaftszone Hongkong, wo gestern das Asian Financial Forum eröffnet wurde. Die zwölfte Ausgabe des AFF steht unter dem Motto: »Creating a Sustainable and Inclusive Future« (»Eine nachhaltige und inklusive Zukunft schaffen«). Wie sein Ministerium mitgeteilt hat, wird Gramegna vor dem AFF sprechen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua nehmen mehr als 3.000 politische Entscheider, Manager und Investoren an dem Forum teil.

Natürlich ist auch die von China initiierte Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank in Hongkong vertreten. Luxemburg war 2014 das erste Land außerhalb Asiens, das der AIIB beigetreten ist. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, will der Finanzminister auch »die Beziehungen zwischen Luxemburg und Hongkong verstärken«. Dazu soll er unter anderem mit Paul Chan Mo-po, dem Finanzsekretär der chinesischen Sonderverwaltungsregion und ehemaligen britischen Kronkolonie, sowie mit James Henry Lau Jr., Sekretär für Finanzdienstleistungen und das Schatzamt, zusammenkommen.

Anschließend soll Gramegna nach Tokio weiterreisen, wo dann ein Arbeitstreffen mit dem japanischen Vizepremier und Finanzminister Taro Aso sowie mit hochrangigen Vertretern des japanischen Versicherungssektors auf dem Programm stehen.
Am Ende seiner Reise soll Gramegna die Eröffnungsrede einer Seminarreihe halten, die von der ALFI (Association Luxembourgeoise des Fonds d’Investissement) in Hongkong und Tokio im Rahmen der »Asia Roadshow 2019« organisiert wird.

Derweil ist Außenminister Jean Asselborn gestern zu einem zweitägigen Besuch in die Türkei geflogen. In Ankara war eine Unterredung mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu, Vizepräsident Fuat Oktay und mit Parlamentsvizepräsident Mustafa Sentop geplant. Gesprächsthemen sind neben den bilateralen auch die Beziehungen der Türkei zur EU sowie die letzten Entwicklungen in Syrien.

Am Wochenende hat die türkische Armee ihre Truppen an der Grenze zur nordsyrischen Provinz Idlib weiter verstärkt. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Demirören wurden Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in einem Konvoi in die Grenzprovinz Hatay gebracht. Türkische Sicherheitskreise wollten sich aber nicht dazu äußern, ob dies Vorbereitungen auf einen Einmarsch in Syrien sind.

Asselborn wollte indes nicht nach Hatay, sondern in die Grenzstädte Gaziantep und Kilis reisen, wo Luxemburg mehrere Hilfsprojekte für syrische Flüchtlinge mitfinanziert hat.

oe

Montag 14. Januar 2019