ArcelorMittal beklagt sinkende Stahlnachfrage

Der Stahlkonzern ArcelorMittal hat im vierten Quartal eine sinkende Nachfrage zu spüren bekommen. Man habe im Schlußquartal 2018 weniger Stahl als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert, wurde am Donnerstag in Luxemburg mitgeteilt. In Europa sei das auf eine niedrigere Nachfrage des Automobilsektors sowie schwache Exportmärkte zurückzuführen. Die Übernahme des italienischen Stahlunternehmens Ilva habe den beklagten Rückgang für ArcelorMittal aber begrenzt. Im vierten Quartal sei ungefähr so viel Rohstahl produziert worden wie im Vorjahreszeitraum, aber weniger als im dritten Quartal.

Wegen höherer Preise im Vergleich zum Vorjahr sei der Umsatz dennoch von 17,7 auf nun 18,3 Milliarden US-Dollar (rund 16 Milliarden Euro) gestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal seien die durchschnittlichen Verkaufspreise jedoch gesunken. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank den Angaben zufolge von 2,1 auf 1,95 Milliarden US-Dollar. Dank einer Steuergutschrift habe man den Nettogewinn aber von einer Milliarde auf 1,2 Milliarden US-Dollar erhöhen können. Für das neue Geschäftsjahr geht die Konzernführung von einem leichten Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage aus. Die im Markt herrschenden Überkapazitäten blieben aber ebenso bestehen, wie die konjunkturellen Risiken.

(dpa/ZLV)

Donnerstag 7. Februar 2019