»Entwicklungshilfe« mal anders

Luxemburg liefert Waffen und militärisches Gerät an die Kapverden

Im Januar lieferte Luxemburg Waffen und militärisches Gerät an die Kapverden. Im August 2018 hatten die Armeeminister aus Luxemburg, Portugal und den Kapverden eine gemeinsame Erklärung über militärische Hilfe für den Inselstaat unterzeichnet. Am 11. Dezember 2018 folgte dann eine Vereinbarung der Armeemini­ster Luxemburgs, François Bausch, und der Kapverden, Luís Filipe Lopes Tavares, über den Umfang der militärischen Unzerstützung.

Im Rahmen dieser »Entwicklungshilfe« ließ Luxemburg den Kapverden im Januar 35 österreichische Steyr-Gewehre, wie sei bei der Luxemburger Armee im Einsatz sind, 35 ballistische Sicherheitswe­sten und vier Transportfahrzeuge zukommen, welche an die »Guardia Costeira« (Küstenwache) gehen sollen. Den Transport ab einer Mariebasis bei Lissabon zu den Vulkaninseln vor der afrikanischen Kü­ste übernahm die portugiesische Armee.

Neben der Lieferung von militärischem Material will Luxemburg auch kapverdische Militärs ausbilden. Bereits im Januar wurden im militärischen Ausbildungszentrum auf Herrenberg in Diekirch ein Leutnant und ein Sergeant der kapverdischen Armee ausgebildet.

In der Vergangenheit rüstete Deutschland wiederholt die Küstenwache aus, der alle Boots- und Flugzeuggeschwader der kapverdischen Streitkräfte unterstehen, nachdem die einst revolutionäre PAICV umgeschwenkt und die Kapverden auf einen neoliberalen kapitalistischen Weg geführt hatte. 2006 hatte dort das erste Großmanöver der Eingreiftruppe der NATO in einem afrikanischen Land stattgefunden.

A.R.

jeudi 7 février 2019