Grüße an den 34. Kongreß der KPL

Gemeinsamkeiten und Solidarität unter Kommunisten

Aus Anlaß ihres Kongresses an diesem Sonntag erhielt die KPL Grüße von Kommunistischen Parteien aus aller Welt, in denen die enge Verbundenheit im gemeinsamen Kampf für die gleichen Ziele zum Ausdruck kommt.

Im Grußschreiben der Kommunistischen Partei Irlands erläutert deren Generalsekretär Eugene Mc Cartan in Kurzform die Einschätzung der irischen Kommunisten über die Lage in der Europäischen Union: »Die EU, das Hauptzentrum der imperialistischen Macht in unserer Region, schlingert von einer Krise in die andere bei ihrem Versuch, auf Kosten der arbeitenden Menschen die Krise des Systems zu bewältigen. Wir brauchen heute die Einheit aller anti-imperialistischen Kräfte, um einen neuen Krieg zu verhindern, um den Monopolkapitalismus daran zu hindern, unseren Planeten in eine Umweltkatastrophe zu steuern, die massive Auswirkungen hätte für Hunderte Millionen Menschen und von der sich unser Planet womöglich nie erholen würde.

Wir müssen uns zusammenschließen gegen eine weitere und tiefere EU-Integration, die nur den Interessen des Monopolkapitals dient, und gegen die fortgesetzte Unterminierung der nationalen Demokratie und Souveränität, was zu einem weiteren Erstarken faschistischer Kräfte führen würde. Wir müssen aktiven Widerstand leisten gegen eine weitere militärische Zusammenarbeit, die in der PESCO-Strategie vorgezeichnet ist.«

Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Britanniens, Robert Griffiths, betont die Gemeinsamkeit im Kampf für ein »anderes Europa«, das »auf den Prinzipien eines umfassenden Friedens und des Internationalismus basiert, statt auf der neoliberalen, gegen die Arbeiterklasse gerichteten Politik«. »Eure Aktivitäten in diesem Kampf, bei der Verteidigung der Prinzipien des Sozialismus, ist auch von großer Bedeutung für uns in Britannien, wo wir alle Kräfte mobilisieren für einen im Sinne des Fortschritts gemeinten Rückzug aus der EU wie sie sich gegenwärtig darstellt, und um neue Bündnisse aufzubauen für die Verteidigung der demokratischen Rechte, für den Aufbau gesellschaftlichen Eigentums, ohne die Unterordnung unter die Interessen des Monopolkapitals.«

»Die Ungarische Arbeiterpartei kämpft gegen den Kapitalismus, gegen die aggressiven Pläne der NATO, gegen die Politik der EU, die die nationale Souveränität einschränkt, und für eine sozialistische Perspektive für Ungarn«, schreibt der Präsident der ungarischen Partei, Guyla Thürmer. »Ebenso wie ihr nehmen auch wir an den Wahlen zum EU-Parlament teil. Wir wissen, daß wir die Welt nicht sofort verändern können, aber wir können den Menschen unsere Alternative für ein anderes Europa darstellen, ein Europa der demokratischen Kooperation der Schaffenden anstelle der Herrschaft von Geld und Kapital.«

In den Schreiben der Bruderparteien kommt auch der Dank für die Solidarität der luxemburgischen Kommunisten für den Kampf in anderen Ländern und Regionen der Welt zum Ausdruck. Als im Dezember vergangenen Jahres das diktatorische Regime im Sudan begann, die Massenproteste der Bevölkerung brutal zu unterdrücken und Hunderte Menschen in Gefängnisse zu stecken, war die KPL unter den ersten Parteien, die ihren Protest gegen diese Unterdrückung erhob.

Der Sprecher des Sudanesischen Kommunistischen Partei (SCP), Fathi Alfadl, der selbst von der Polizei des Regimes verhaftet wurde und erst nach mehr als sechs Wochen Haft, auch auf Druck der Proteste aus aller Welt, wieder freigelassen werden mußte, würdigt die Solidarität der KPL. In seinem Grußschreiben heißt es: »Wir bringen unseren Dank zum Ausdruck für die solidarische Unterstützung eurer Partei für unser Volk. Heute sind immer noch Hunderte Aktivisten der SCP in den Gefängnissen des Regimes eingesperrt, aber die Straßen unserer Hauptstadt und aller großen Städte des Landes füllen sich täglich mit Menschen, die sich dem Massenprotest anschließen. Wir fordern euch auf, in eurer Solidarität mit dem Kampf des sudanesischen Volkes nicht nachzulassen, der inzwischen seit drei Monaten andauert.«

Die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« wird in den nächsten Ausgaben weitere Auszüge aus den Grußschreiben an den Kongreß der KPL veröffentlichen.

Freitag 22. März 2019