Cargolux machte Nettogewinn von 333,5 Millionen US-Dollar innerhalb von 2 Jahren

Gewerkschaften fordern deutlich besser Lohn- und Arbeitsbedingungen

Im Auftrag der Beschäftigten der Frachtfluggesellschaft Cargolux fordern die Gewerkschaften OGBL und LCGB deutliche kollektivvertragliche Verbesserungen. Im Rahmen der Verhandlungen, die inzwischen wegen der sturen Haltung des Patronats auf dem Schlichtungsamt gelandet sind, seien sowohl Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen als auch Lohnerhöhungen notwendig, stellen die Gewerkschaften fest.

Gefordert werden Lohnerhöhungen für alle tarifvertraglich Beschäftigten, ein überarbeitetes, attraktives Entlohnungskonzept, das den Lebenshaltungskosten in Luxemburg und den Erfahrungen der Beschäftigten Rechung trägt, die Wiederherstellung von tarifvertraglichen Regeklungen, die sich in der Vergangenheit bewährt hatten, aber von der Direktion abgeschafft wurden, darunter Maßnahmen, welche eine Überlastung beim Cockpitpersonal verhindern. Außerdem müssten alle mit dem auslaufenden Kollektivvertrag eingeführten Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen für neu einzustellendes Personal wieder abgeschafft werden, heißt es in der Stellungnahme, in welcher darauf verwiesen wird, dass zahlreiche Beschäftigte oft bis an die Grenze der Belastbarkeit im Einsatz waren. Das müsse nun vergütet werden.

Dass das notwendig und durchaus möglich ist, zeigen die Rekordergebnisse der Frachtfluggesellschaft. 2018 schloss Cargolux mit einem Nettogewinn von 211,2 Millionen US-Dollar ab, nachdem bereits ein Jahr zuvor, nicht zuletzt dank der Beschäftigten, ein Nettoprofit von 122,3 Millionen US-Dollar erzielt worden war.
Direkt und indirekt über die Fluggesellschaft Luxair, die Staatssparkasse BCEE und die Nationale Kredit- und Investitionsgesellschaft SNCI hält der Luxemburg Staat die große Mehrheit der Aktien von Cargolux. 35 Prozent der Aktien gehören der chinesischen HNCA, gleichfalls eine öffentliche Gesellschaft.

A.R.

Mittwoch 24. April 2019