CSV stellt ihre neue Familienpolitik vor:

»Regierung hat nur Fremdbetreuung unterstützt«

Gestern stellte Martine Hansen, Fraktionsvorsitzende der CSV, die neue Familienpolitik der »Christlich Sozialen Volkspartei« vor.

Man habe durchaus in den politischen Umsetzungen der aktuellen Regierung in Sachen Familienpolitik positive Akzente feststellen können, hieß es. Dennoch unterstütze die Familienpolitik der Regierung nur das eine Modell, welches eine Kinderbetreuung außerhalb der Familie vorsehe. Die CSV wolle indes eine Familienpolitik machen, bei der es im Rahmen der Unterstützungen ganz gleich sei, ob Kinder daheim in den Familien oder extern in entsprechenden Strukturen betreut würden.

Im Rahmen ihrer neuen Familienpolitik hat die CSV eine Reihe von Punkten festgehalten:
Babyjahre sollen für alle Eltern von 24 auf 48 Monate ausgeweitet werden und ein »Familientisch« soll fortlaufend die Situation der Familienpolitik an die realen Bedürfnisse anpassen helfen.

Eine kostenlose Hausaufgabenhilfe für alle Grundschulkinder soll eingeführt werden und unangemeldete Kontrollbesuche bei Betreuungsstrukturen eingeführt werden, um die Qualität sicherzustellen.

Großelternurlaub

Weiterhin soll der Elternurlaub in Sachen Zeitraum und Zeitpunkt weiter flexibilisiert werden. Bis zum Alter von 12 Jahren sollen Eltern den Elternurlaub so an ihre Bedürfnisse anpassen können und der Elternurlaub soll auch unter den Partnern übertragbar werden. Dazu plant die CSV auch die Einführung eines Großelternurlaubs als Option sowie die Einführung des Urlaubs aus familiären Gründen auch für Oma und Opa, um die Kinderbetreuung noch besser planen zu können.

Die Tele-Arbeit soll bei staatlichen Arbeitsplätzen weiter gefördert werden. Sie sei positiv für das Familienleben. So soll auch die Tele-Arbeit im Privatsektor einen rechtlichen Rahmen erhalten, um sie dort attraktiver zu machen.

Insgesamt sollen nach Ansicht der CSV auch die betriebsinternen Betreuungsstrukturen stärker staatlich gefördert werden und ein eigenes Qualitätslabel mit dem Namen »employeur de qualité« ins Leben gerufen werden.

Eine der Hauptforderungen ist außerdem, die Indexierung des Kindergeldes, welche seinerzeit übrigens von einer CSV/LSAP-Regierung abgeschafft worden war, rückwirkend zum vergangenen 1. Januar 2019 wieder einzuführen.

Bei einer guten Konjunktur und finanzieller Situation der Staatskasse dürfe hier nicht gespart werden. Außerdem soll es eine gestaffelte finanzielle Zuwendung für kinderreiche Familien geben und als abschließende Forderung einen niedrigeren Steuersatz bei der Solidaritätssteuer.

CK

Montag 6. Mai 2019