18 Prozent beteiligen sich an »Lifelong Learning«

Eurostat: Luxemburg in Sachen Erwachsenenbildung EU-weit auf siebtem Platz

In Luxemburg beteiligten sich laut am Freitag von der EU-Statistikbehörde Eurostat veröffentlichten Zahlen im vergangenen Jahr 18 Prozent der 25- bis 64-Jährigen an Erwachsenenbildungsmaßnahmen, wie sie etwa die Salariatskammer in ihrem »Luxembourg Lifelong Learning Center« in der Rue Pierre Hentges in Luxemburg-Bonneweg anbietet.

Damit belegte Luxemburg nach Frankreich mit einer Erwachsenenbildungsquote von 18,6 Prozent Platz sieben unter den noch 28 EU-Staaten. Am besten schnitten demnach Schweden und Norwegen mit einer Quote von 29,2 und 28,5 Prozent ab. Dänemark (23,5%) folgt mit deutlichem Abstand auf Platz drei vor Estland (19,7%) und den Niederlanden (19,1%). Auch die von den amtlichen Statistikern ebenfalls ausgewerteten Nicht-EU-Länder Schweiz, Island und Norwegen schnitten besser ab als Luxemburg. In der auf Unabhängigkeit bedachten Alpenrepublik gaben sogar 31,6 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in der Befragung an, sie hätten innerhalb der letzten zwölf Monate an einer Weiterbildung teilgenommen. Im dünnbesiedelten Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas waren es den Angaben zufolge immerhin 21,5 Prozent und in Norwegen 19,7 Prozent.

Am unteren Ende der Skala befinden sich Rumänien, Bulgarien, Kroatien, die Slowakei und Griechenland, wo sich Eurostat zufolge im vergangenen Jahr nur 0,9 bis 4,5 Prozent der Erwachsenen in den zurückliegenden zwölf Monaten weitergebildet haben. Nicht besser sieht es in den ehemals jugoslawischen Nicht-EU-Staaten Nordmazedonien, Montenegro und Serbien aus. Den Durchschnitt in EU-Europa gibt Eurostat mit mageren 11,1 Prozent an, unsere Nachbarländer Belgien und Deutschland liegen mit 8,5 und 8,2 Prozent noch darunter.

Mit ihrem Wirtschaftsprogramm »Europa 2020« hat sich die EU 2010 das Ziel gesetzt, in den nächsten zehn Jahren »intelligent, nachhaltig und integrativ« zu wachsen. Dazu soll bis Ende nächsten Jahres unter anderem die Erwachsenenbildungsquote auf 15 Prozent erhöht werden – ein Ziel, das sich angesichts des nun gemessenen Durchschnitts von 11,1 Prozent im vergangenen Jahr in weiter Ferne befindet.
Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr wird von den amtlichen Statistikern mit 0,2 Prozentpunkten angegeben, 2015 habe die durchschnittliche Erwachsenenbildungsquote in EU-Europa 10,7 Prozent betragen.

Weibliche Erwachsene bilden sich den weiteren Angaben zufolge mit durchschnittlich 12,1 Prozent öfter weiter als männliche mit nur 10,1 Prozent. Definitionsgemäß umfaßt das lebenslange Lernen alle Weiterbildungsmaßnahmen zur Verbesserung des Wissens, der Fähigkeiten und Kompetenzen – seien sie beruflicher oder privater Natur.

oe

(Grafik: Eurostat)

Freitag 17. Mai 2019