Die Krankenkasse zahlte 36,7 Millionen Euro für medizinische Behandlungen im Ausland

Medizinische Behandlungen im Ausland machen insgesamt 17,9 Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit im Jahre 2018 aus. Das teilte der Erste Regierungsrat Abilio Fernandes Morais in Vertretung des Sozialversicherungsministers Romain Schneider mit.

Für Auslandsbehandlungen S2 (früher E112) wurden insgesamt 36,7 Millionen Euro ausgegeben.

In der Antwort auf die Anfrage wird festgehalten, dass die meisten Ausgaben auf Versicherte entfallen, die Grenzgänger sind, hierzulande arbeiten, aber ihren Wohnsitz nicht in Luxemburg haben.

In der Regel müssen für diese Auslandsbehandlungen, abgesehen von Notfällen, zuvor Genehmigungen beim medizinischen Kontrolldienst der Sozialversicherungen eingeholt werden. Ein solcher Antrag muss von einem in Luxemburg praktizierenden Facharzt erstellt werden.

3 Millionen Euro für Konsultationen und ambulante Behandlungen

Es gibt allerdings auch Behandlungen im Ausland, die keinerlei Genehmigung bedürften. Dazu zählen Konsultationen ebenso wie eine Reihe ambulante Behandlungen, zum Beispiel Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Chemotherapie, Krankengymnastik, Beschäftigungstherapie, IRM-Diagnostik, ambulante Behandlungen in einem Rehabilitationszentrum, der Kreißsaal und Laboranalysen.

Im vergangenen Jahr gab die Krankenkasse insgesamt 3,030 Millionen Euro zu diesem Zweck aus, davon 1,736 Millionen Euro für Konsultationen und 1,293 Millionen Euro für ambulante Behandlungen.

A.R.

Freitag 9. August 2019