LCGB fordert Einberufung einer Stahltripartite

Nachdem die Direktion von ArcelorMittal den Gewerkschaften weitere Details ihren »Restrukturierungsplan« präsentiert hat, fordert der LCGB abermals die Einberufung einer Stahltripartite für alle luxemburgischen Werke. Die Salariatsvertreter wollen wissen, worauf die Pläne der Direktion tatsächlich abzielen, heißt es in einer Mitteilung. Das Treffen mit der Direktion am Donnerstag habe leider Ängste der Gewerkschaft bestätigt, daß der »Restrukturierungsplan« für die Luxemburger Stahlwerke gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben wird.

In den kommenden fünf Jahren will ArcelorMittal in seinen Werken in Belval (Foto) und Differdingen 216 Arbeitsplätze abbauen, indem natürliche Abgänge nicht neu besetzt und Vorruhestandsregelungen getroffen werden.

Der LCGB wirft der Direktion in ihrem Pressekommuniqué vor, ihr Vorgehen in Luxemburg sei »hinterlistig und gefährlich«. ArcelorMittal und der zuständige Arbeitsminister Dan Kersch werden aufgefordert, ihre Verantwortung zu übernehmen und sich mit den Gewerkschaften an einen Tisch zu setzen, um ein »modernes Tripartiteabkommen« abzuschließen, das einerseits »den aktuellen ökonomischen Anforderungen« Rechnung trage, und andererseits das »Überleben der luxemburgischen Stahlindustrie« sicherstelle. Der »Sozialdialog« müsse respektiert werden.

oe

(Foto: ArcelorMittal)

Oliver Wagner : Freitag 13. September 2019