Voraussichtlich 2.080 Kurzarbeiter im Dezember

Die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit beantragen, ist ein Indikator dafür, wie sich die Konjunktur entwickelt. Nimmt die Zahl im Laufe der Monate deutlich zu, wie das gegenwärtig der Fall ist, zeigt das, dass die Probleme in der Wirtschaft wachsen.
Wie das Konjunkturkomitee am Mittwoch mitteilte, bewilligte es 22 Betrieben Kurzarbeit für Dezember. Eine solche Genehmigung beschränkt sich immer auf einen Monat, kann aber von Monat zu Monat verlängert werden.

In den 22 Betrieben sollen voraussichtlich 2.080 der insgesamt 5.999 Beschäftigten kurzarbeiten, weswegen der Beschäftigungsfonds drei Millionen Euro zur Unterstützung der Betriebe zur Verfügung stellen wird.

Für Lohnabhängige ist Kurzarbeit hingegen immer mit Lohneinbußen verbunden, denn sie bekommen für die Zeit der Kurzarbeit nur 80 Prozent des üblichen Brutto-Stundenlohnes. Nur wenn Kurzarbeit mit Weiterbildungs- und Umschulungskursen verbunden ist, kann die Ausgleichsentschädigung 90 Prozent des Brutto-Stundenlohnes betragen. Um diese Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen, fordert die KPL 100 Prozent für Kurzarbeiter.

(ZLV)

Mittwoch 27. November 2019