Findel: Luxair-Anteil am Passagieraufkommen weiter gesunken

Im vergangenen Jahr wurde erstmals weniger als die Hälfte der Flugpassagiere in Luxair-Maschinen transportiert. Luxair-Cargo meldet geringeren Frachtumschlag

Im vergangenen Jahr sind fast 2,15 Millionen Passagiere mit Luxair-Maschinen geflogen, gut 15.000 mehr als im Vorjahr. Das geht aus den am Freitag von der nationalen Fluggesellschaft veröffentlichten oparationellen Betriebsergebnissen hervor. Angesichts eines »schwierigen Umfelds« seien die Zahlen »zufriedenstellend«, heißt es im Pressekommuniqué. Darin wird einleitend betont, zusammen mit »Luxair-Tours« sei 49 Prozent – also weniger als die Hälfte des gesamten Passagieraufkommens auf Findel – im vergangenen Jahr mit der Luxair geflogen.

Die Luxair-Anteile in den Vorjahren werden nicht angegeben, sie lassen sich aber aus den mitgelieferten Zahlen errechnen: Während die Zahl der Luxair-Passagiere 2019 also um rund 15.600 zulegte, erhöhte sich ihre Gesamtzahl um 360.000 auf 4,4 Millionen. Damit sank der Luxair-Anteil am Passagieraufkommen auf Findel erstmals unter die 50-Prozent-Marke. Im Jahr 2018 betrug der Luxair-Anteil noch 52,8 Prozent, nach 53,7 bzw. 60,8 Prozent in den beiden Jahren davor.

Wobei sich die Handling-Tochter Luxair-Services nicht nur bei Flügen der Muttergesellschaft um das Gepäck, den Check-In und das Boarding, zum Teil auch um das Catering gekümmert hat. Wie es heißt, wurden 2019 fast 2,3 Millionen Mahlzeiten ausgeliefert. Das sind gut zwölf Prozent mehr als 2016.

Zu Luxair-Cargo heißt es, 2019 sei der außergewöhnlich hohe Frachtumschlag der beiden Vorjahre nicht mehr erreicht worden. 893.000 Tonnen umgeschlagener Fracht bedeuteten demnach ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber 2018. Das Cargocenter der Luxair auf Findel, in dem Güter in andere Flugzeuge umgeladen oder auf Lastwagen verladen werden, bleibt (nach Volumen) dennoch das fünftgrößte in Europa.

Welche Folgen die oparationellen Ergebnisse für die Bilanz 2019 haben werden, wurde gestern noch nicht mitgeteilt. Die Luxair-Aktionäre treffen sich erst im Mai zu ihrer Generalversammlung.

oe

(Archivfoto: ZLV)

Oliver Wagner : Freitag 7. Februar 2020