Hochspannungsleitung im Alzettetal

Was genau plant Creos, was sagt das Energieministerium dazu?

In einem Schreiben weist der Mouvement écologique daraufhin, dass die Hochspannungsleitung und das Umspannwerk, welche der Energielieferant Creos gegenwärtig im Alzettetal plant, einen erheblichen und äußerst negativen Eingriff in das Landschaftsbild darstellen und den Verlust wertvoller Agrarflächen bedeuten.

Die Hochspannungsleitung soll im Rahmen einer von Creos 2017 erstellten Gesamtstrategie zur Gewährung der Versorgungssicherheit gebaut werden. Allerdings hat das Energieministerium sich bis dato offiziell nicht zu dieser Strategie geäußert. Creos gehört mehrheitlich der Aktiengesellschaft Encevo, die über eine Beteiligung von Staatsunternehmen vom Luxemburger Staat kontrolliert wird.

In seiner Stellungnahme weist die Umweltorganisation darauf hin, dass bei derartigen Projekten die EU-Direktive »Plans et programmes« respektiert werden muss, die 2008 in Luxemburger Recht umgesetzt wurde. Sie schreibt vor, dass die gesamte Strategie mit ihren Vor- und Nachteilen im Rahmen einer öffentlichen Prozedur offengelegt werden muss.

Das Energieministerium sollte seine Verantwortung übernehmen, und Creos sollte seine Strategie auf den Tisch legen, wie in ihren Augen die Versorgungssicherheit optimal zu gewährleistet ist, dies im Interesse von Natur und Landschaft, sowie der Lebensqualität der Einwohner, so die Umweltvereinigung.

(ZLV)

Donnerstag 30. Juli 2020