Der Preis für Heizöl stieg um 13,5 Prozent innerhalb eines Monats

Im Monat Dezember 2020 stieg der Preisindex um 0,3 Prozent, während er einen Monat zuvor noch um 0,2 Prozent rückläufig war. Das teilte das statistische Amt mit.
Der höhere Preisindex geht zum Teil auf den Anstieg der Preise für Erdölprodukte, der im Durchschnitt 3,7 Prozent betrug. zurück. Diesel wurde um 1,6 Prozent teurer, Benzin um 4,3 Prozent und Heizöl sogar um 13,5 Prozent. Im Vergleich zum Monat Dezember 2019 waren die Erdölprodukte im Dezember 2020 im Durchschnitt aber immer noch 14,8 Prozent billiger.

Die Lebensmittelpreise fielen von November auf Dezember im Durchschnitt um 0,8 Prozent. Für Frischgemüse musste man sogar 5,7 Prozent, für Früchte 4,7 Prozent und für Marmeladen und Honig 4,4 Prozent weniger ausgeben. Auf ein Jahr betrachtet, bleibt allerdings bei den Lebensmitteln ein Preisanstieg von 2 Prozent zu verzeichnen. Leicht billiger wurden hingegen alkoholische Getränke.

Wie jedes Jahr im Dezember legten auch 2020 die Preise für Pauschalreisen zu (+6,1 Prozent), während die Preise für Flugtickets mit einem Zuschlag von 22,4 Prozent regelrecht explodierten. Die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter nutzen die Winterschulferien seit jeher, um Extraprofite zu machen. Auch in Corona-Zeiten ist das nicht anders.

Laut Statec stieg die Jahresinflationsrate, von 0,4 im November auf 0,6 Prozent im Dezember, die Kerninflation hielt sich bei 1,4 Prozent.

Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die Anpassung der Löhne an die Inflation gilt, stieg von 879.73 auf 880.18 Punkte.
Die nächste Indextranche wird bei 895.78 Punkten erfallen. Das heißt, dass in diesem Jahr voraussichtlich keine Anpassung der Löhne an die Inflation erfolgen wird, obwohl die Kaufkraft fortwährend zurückgeht.

A.R.

Ali Ruckert : Montag 11. Januar 2021