Gesundheitsberufe

Keine Reform der Ausbildung ohne die Gewerkschaft

Die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegewesen lassen auch Krisenzeihen keinen Patienten im Stich, obwohl seit vielen Jahren Personalmangel besteht, schreibt das OGBL-Syndikat Gesundheit und Sozialwesen in einer Stellungnahme. Erinnert wird daran, dass der OGBL bereits vor Jahren eine grundlegende Reform der Ausbildung der Gesundheitsberufe gefordert hat, weshalb er es begrüßt, dass der Premierminister, angesichts der aktuellen Pandemie, welche die Mängel und Versäumnisse aus der Vergangenheit schonungslos offen legt, den Personalmangel in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zur Chefsache erklärte.

Die Gewerkschaft erwartet, dass eine Reform der Ausbildung kohärent gestaltet und die Wirklichkeit aller Berufsgruppen aus dem Sektor berücksichtigt wird. Erfordert sei es, eine vollständige objektive Expertise der Beschäftigten einzubeziehen.
Darüber hinaus könne eine Reform der Ausbildung, neben einer generellen Wertschätzung der Pflegeberufe, durch dringend nötige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen sowie einer Aufwertung der Zuständigkeiten, nur einer von vielen zentralen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Gesundheitsberufe sein, schreibt der OGBL.

Daraus zieht die Gewerkschaft den Schluß, dass es absolut notwendig ist, dass die Gewerkschaften bei Vorbereitungsgesprächen einer solchen Reform mitdiskutieren können. Ein entsprechender Brief ging an den Premierminister.

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 12. Januar 2021