Niedrigere Inflation für 2013 prognostiziert

Aber Indexklau geht weiter

Den Prognosen des statistischen Amtes zufolge wird die Inflation im Jahr 2013 zurückgehen. Das mittlere Szenario des Statec sieht vor, dass die Inflation in diesem Jahr 2,6 Prozent betragen wird, im kommenden Jahr aber nur noch 1,7 Prozent. Dieses Szenario hängt aber weitgehend davon ab, ob die Erdölpreise und das Verhältnis zwischen Dollar und Euro mehr oder weniger auf dem heutigen Stand bleiben.

Was die Entwicklung des Index angeht, hält das Statec in seinem mittleren Szenario fest, dass auch 2013 eine Indextranche bereits im ersten Trimester erfallen wird. Das heißt, dass die Lohnabhängigen erneut um eine Kaufkraft in Höhe von Hunderten Millionen Euro betrogen werden, da die CSV/LSAP und ihre Parlamentsmehrheit bekanntlich beschlossen, die automatische Anpassung der Löhne und Gehälter an die Preisentwicklung außer Kraft zu setzen und den teilweisen Ausgleich für die Preiserhöhungen für die Jahre 2012 bis 2014 jeweils auf den 1. Oktober festzusetzen.

2012 war die Indextranche zum 1. März erfallen, so dass die Lohnabhängigen und Rentner in diesem Jahr während sieben Monaten um 2,5 Prozent Kaufkraft betrogen werden.

Für einen Arbeiter oder einen Rentner mit einem Monatseinkommen von 2.000 Euro macht das zusammen 350 Euro, die ihm zwischen März und Oktober 2012 als Inflationsausgleich vorenthalten werden.

Pauschalreisen mit dem Flugzeug deutlich teurer

Dem statistischen Amt zufolge wurden die Paulschalreisen mit dem Flugzeug im Juli dieses Jahres (also rechtzeitig vor den Sommerschulferien) deutlich teurer. Verglichen mit Juli 2011 müssen Reisende heute für die gleichen Angebote 4,4 Prozent mehr ausgeben.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 2. August 2012