Leitartikel

Neuester Eintrag : 3. April.

Unser Leitartikel:
Heuchelei um »nationale Solidarität«

Ohne Ausnahme votierten die Regierungs- und Oppositionsparteien für den nationalen Notstand und gaben der Regierung damit weitgehende Entscheidungsrechte für die nächsten drei Monate. Würde es Kommunisten in der Chamber geben – und zum Schaden der Lohnabhängigen ist das leider nicht der Fall –, wäre diese Einstimmigkeit im Namen der »nationalen Solidarität« nicht zustande gekommen, denn die Kommunisten hätten sich geweigert, diese Regierung mit einer solchen Machtfülle auszustatten. Die Strafe für die (...)

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Unser Leitartikel:
Solidarisch sein aber kritisch bleiben

In Zeiten eines nationalen Notstandes, einer europaweiten Gesundheitskrise, die, wie gestern andernorts bereits treffend bemerkt wurde, so plötzlich über uns hereinbrach, wie die Halbzeit beim Fußball, schaffen Regierungen Voraussetzungen, um am Parlament vorbei regieren zu können, Notstandsbeschlüsse, um alle Hebel gegen das Virus in Bewegung setzen zu können. Dies ist zunächst einmal im Sinne aller Bürger, insbesondere der verletzlichsten unter uns. Solidarität in der Coronakrise ist und bleibt (...)

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Unser Leitartikel:
WHO: Unterfinanziert und ignoriert

Obwohl Epidemiologen sie ab einem gewissen Ausbreitungsgrad für sinnlos halten, haben Staaten weltweit auf die sich anbahnende Coronakrise mit der Schließung ihrer Grenzen reagiert. Doch spätestens seit dem 11. März, als das Coronavirus in 114 Ländern nachgewiesen war, 118.000 Menschen nachweislich infiziert und fast 4.300 Tote zu beklagen waren, so daß die Weltgesundheitsorganisation sich gezwungen sah, COVID-19 zu einer Pandemie zu erklären, waren Grenzschließungen wirkungslos.
Umso (...)

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Unser Leitartikel:
Bis zur völligen Erschöpfung?

Seit dem 16. März sind alle Schulen in Luxemburg geschlossen. Ursprünglich war vorgesehen, den Schulbetrieb nach 14 Tagen wieder aufzunehmen. Daraus wurde nichts, denn nur wenige Tage später wurde entschieden, dies erst nach den Osterferien zu tun.
Ob dies allerdings der Fall sein kann, oder die Bildungsstätten weiter geschlossen bleiben werden, soll am Freitag entschieden werden. Eine Mitteilung, die von Lehrpersonal, Eltern und Schülern mit gewisser Spannung erwartet wird, zumal seit Tagen (...)

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Unser Leitartikel:
Soll der nationale Notstand dazu dienen, das soziale Rad zurückzudrehen?

Während der nächsten Tage werden wir noch ausreichend Gelegenheit haben, uns eingehender mit dem »Stabilitätsplan« zu befassen, den die Regierung während der vergangenen Woche verkündete und der dazu beitragen soll, einen Zusammenbruch der Wirtschaft zu vermeiden.
Heute wollen wir uns darauf beschränken, zwei Maßnahmen zu kommentieren, die von der Regierung beschlossen wurden und die für die Arbeitswelt und die Lohnabhängigen wichtig sind, weil sie direkte Auswirkungen auf ihr Einkommen und ihre (...)

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Unser Leitartikel:
Prioritäten in Zeiten von Corona

Jeder und jede von uns muß sich in Zeiten der Corona-Pandemie auf die neue Situation einstellen, einige liebgewordene Gewohnheiten zurückfahren, sich vor Ansteckung schützen, Rücksicht auf die Mitmenschen nehmen. Ratschläge von außen sollten sorgfältig geprüft und angenommen werden, sofern sie sinnvoll erscheinen und sich bewährt haben. So sichern wir unsere eigene Gesundheit und im Extremfall unser Überleben, und so haben wir eine große Chance, gestärkt und mit neuen Erkenntnissen aus der Krise (...)

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Unser Leitartikel:
Schotten dicht beim ersten Knall

Gestern jährte sich die Abschaffung der Grenzkontrollen im Rahmen des Schengener Abkommens zum 25. Mal. Zum Feiern gab es seither für die Bürger der einzelnen Länder lediglich, daß sie sich beim physischen Übertritt nicht mehr in die Schlangen an den Grenzkontrollposten einreihen mußten. Vieles, was die einfachen Menschen betrifft, blieb bis heute mit Barrieren behaftet. Die Grenzenlosigkeit galt in erster Linie dem freien Waren- und Kapitalverkehr.
Aktuell aber hat dieses gestrige Jubiläum ganz (...)

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Unser Leitartikel :
Trump gibt China Schuld an Virus

Merkwürdig : Während die Influenzapandemie, die zwischen 1918 und 1920 mindestens 25 Millionen, neueren Schätzungen zufolge 50 Millionen Todesopfer forderte, »Spanische Grippe« genannt wird, versuchen USA-Präsident Trump und seine Administration vehement, für die vom Coronavirus verursachte Pandemie die Bezeichnung »chinese virus« , also »chinesisches Virus« , durchzusetzen.
Die Pandemie vor 100 Jahren verdankt ihren Namen jedoch einzig der Tatsache, daß Spanien im Ersten Weltkrieg als neutrales Land (...)

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Unser Leitartikel:
Opfer von Insolvenzen durch Sonderregelungen schützen

Das Corona-Virus hat dazu geführt, dass auch hierzulande die Räder immer langsamer drehen. Zahlreiche Dienstleistungen wurden deutlich zurückgedreht, Handwerksbetriebe haben die Arbeit eingestellt, tausende Firmen haben Kurzarbeit beantragt, Großunternehmen beabsichtigen die Produktion zurückzufahren oder einzustellen. Bei vielen Mitarbeitern von Klein- und Mittelbetrieben wächst die Angst, dass ihnen bei länger anhaltender Krise die ihnen geschuldeten Löhne vorenthalten werden könnten, (...)

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Unser Leitartikel:
Ein Virus treibt sonderbare Blüten

Viren haben die Fähigkeit zur Replikation und Evolution und können eine Vielzahl von Krankheiten beim Menschen verursachen.
Bis heute wurden mehr als 3.000 Virenarten identifiziert – drunter auch solche aus dem nicht-medizinischen Bereich, die sich allerdings nur innerhalb bestimmter Wirtszellen vermehren können die da sind: Ignoranz und Dummheit. Zu diesen Viren gehört seit mehr als hundert Jahren der Antikommunismus und seit einem späteren Zeitpunkt dessen antichinesische Variante, die (...)

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