Leitartikel

Neuester Eintrag : 18. September.

Unser Leitartikel:
Wahlkrämpfe in den USA

Es sind noch 44 Tage bis zum Tag der Wahl des Präsidenten der USA, und was sich bis jetzt abzeichnet, sind eher Krämpfe als Wahlkampf. Der Amtsinhaber im Weißen Haus unternimmt seit Wochen nichts anderes, als mit allen nur denkbaren und vielen bisher undenkbar scheinenden Aktionen und Äußerungen auf eine Wiederwahl am 3. November hinzuarbeiten. Es gibt offenbar absolut nichts, was ihn daran hindert, sich selbst als den größten Präsidenten aller Zeiten darzustellen und sämtliche Gegner von oben bis (...)

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Unser Leitartikel:
An der Reichensteuer auf große Vermögen scheiden sich die Geister

»Erbschafts- und Vermögenssteuern stehen nicht im Koalitionsabkommen, ich habe nicht vor, sie einzuführen«.
Diese kategorische Aussage machte Premierminister Bettel diese Woche gegenüber dem »Luxemburger Wort« und fügte hinzu: »Jetzt Steuern zu erhöhen, ist Gift«. Für die Koalitionspartner der DP, die gerne mal theoretisch über eine Erbschaftssteuer und eine höhere Vermögenssteuer plaudern, um sich Gerechtigkeitssinn bescheinigen zu lassen, wovon in ihrer praktischen Politik aber keine Spurenelemente zu (...)

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Unser Leitartikel:
Kräftemessen im Mittelmeer

Auf den griechischen Inseln spielen sich zur Zeit ernste Dramen ab, von denen sich die antiken Dichter nicht hätten träumen lassen. Während die Türkei – unter Verletzung des Abkommens mit der EU, das sie sich mit mindestens sechs Milliarden Euro teuer bezahlen ließ – immer mehr Flüchtlinge in Richtung Griechenland und damit auf das Territorium der Europäischen Unon passieren läßt, quellen auf Inseln wie Lesbos oder Samos die Flüchtlingslager über.
Nicht nur die Flüchtlinge, die viel Elend und einen (...)

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Unser Leitartikel:
»Good cop, bad cop« bei Luxair

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Gewerkschaften OGBL, LCGB und NGL-Snep mitgeteilt, dass die Generaldirektion von Luxair, noch bevor die für Donnerstag dieser Woche angesetzte Sitzung der sektoriellen Tripartite im Luftfahrtbereich stattfand, praktisch die sozialen Errungenschaften aus 40 Jahren abgeschafft hat. Unter anderem wurden die Löhne und der 13. Monatslohn für drei Jahre eingefroren, die Urlaubstage wurden auf das gesetzliche Minimum reduziert, die Beförderungen nach der Länge (...)

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Unser Leitartikel:
Erschütterungen im Bildungswesen

Die angesichts des im März grassierenden COVID19-Virus von der Regierung getroffenen Quarantäne-Maßnahmen haben sich nicht nur negativ auf die volkswirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt – also die kapitalistische Überproduktionskrise sowie Monopolisierungstendenz beschleunigt und vertieft – sondern auch auf das psychische Wohlbefinden sowie die schulischen Leistungen vieler Kinder und Jugendlicher.
Die fehlenden Kontakte zu Freunden und Mitschülern, die abhanden gekommene soziale Interaktion in (...)

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Unser Leitartikel:
Von 570 Arbeitsplätzen und der Diktatur der Konzerne

»So bleibt das Schicksal unserer Stahlindustrie – oder sagen wir besser, von dem was noch übriggeblieben ist – weiterhin abhängig von den Profitstrategien ausländischer Großaktionäre... Wenn wir unsere Stahlindustrie behalten wollen, dann muss dafür gekämpft werden. Wenn wir in dieser Industrie wirklich mitbestimmen wollen, dann muss sie den ausländischen Großaktionären und Spekulanten aus den Händen genommen werden.«
Dieses Zitat aus einer Rede des kommunistischen Abgeordneten und KPL-Präsidenten René (...)

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Unser Leitartikel:
Verbrannte Erde

Die Flammen, die das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos vernichtet haben, werfen ein bezeichnendes Licht vor allem auf die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Mag sein, daß die Flüchtlinge den Brand gelegt haben, um dem menschenunwürdigen Lager entkommen zu können – mag sein, daß die Brandstifter unter den griechischen Bewohnern der Insel zu suchen sind. In beiden Fällen ist die Schuld bei der EU zu suchen und bei den Führungen derjenigen EU-Staaten, die für die (...)

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Unser Leitartikel:
Organisation in Zeiten der Krise

Der monatliche Beitrag für die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft beläuft sich hierzulande auf etwa 20 Euro. Nicht viel mehr also, als eine Pizza und ein Bier kosten. Am Kostenfaktor kann es also kaum liegen, wenn immer weniger Menschen sich organisieren wollen und bei Problemen im Betrieb anscheinend lieber das Kaninchen als die Schlange sein wollen.
Das Verständnis, daß all die erreichten sozialen Errungenschaften und Verbesserungen in den Betrieben von den Generationen vor uns teils hart (...)

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Unser Leitartikel:
Wieder werden Konzerninteressen bedient

Sieben Gemeinden – Bettemburg, Esch/Alzette, Monnerich, Kayl, Roeser, Sassenheim und Schifflingen – haben im Rahmen der Genehmigungsprozedur für die Joghurt-Fabrik des griechischen Familienkonzerns Fage die zuständigen Behörden im Umwelt- und im Wirtschaftministerium darauf hingewiesen, dass das Einleiten von 3.100 Kubikmeter Abwasser am Tag in die Alzette das Potential habe, den Fluss, der im oberen Lauf ohnehin in einem schlechten Zustand ist, zu ersticken.
Ob das oder die Tatsache, dass der (...)

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Unser Leitartikel:
Eine Strategie-Debatte

Man müsse mit Putin »in der Sprache sprechen, die er versteht: Gas und Geld«. Das verkündet der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im deutschen Bundestag, Norbert Röttgen, lauthals im deutschen Fernsehen, und es gefällt ihm sichtlich, wenn dieser Unsinn in allen Nachrichtensendungen wiederholt wird. Für den CDU-Mann steht es fest, daß wenn nicht Rußlands Präsident Putin persönlich, so doch »das System Putin« dafür verantwortlich ist, daß der Lieblings-Oppositionelle des Westens in Rußland, Alexej (...)

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