Leitartikel

Neuester Eintrag : 29. Mai.

Unser Leitartikel:
Erst kassieren, dann entlassen?

Während der vergangenen Monate hat die Zahl der Arbeitslosen in Luxemburg stark zugenommen. Das geht selbst aus den »offiziellen« Zahlen hervor, die bekanntlich nicht die tatsächlichen Verhältnisse widerspiegeln, da vorsätzlich eine ganze Reihe von Arbeitsuchenden nicht berücksichtigt werden, so dass wir Monat für Monat geschönte Arbeitslosenzahlen vorgesetzt bekommen.
Tatsache ist aber auch, dass die Zahl der Arbeitslosen gegenwärtig unendlich größer wäre, hätte es zu Beginn der Gesundheitskrise (...)

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Unser Leitartikel:
Kampf dem »Stinkbolzen«

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten vor 40 Jahren, als nicht nur daheim und in Gaststätten, sondern auch in Fernsehshows gepafft wurde, was der blaue Dunst hergab. Griffen seinerzeit Intellektuelle gerne zum Glimmstengel, um ihrem »savoir-vivre« Ausdruck zu verleihen und ihre Nikotinsucht als Genuß zu verklären, schritt in den Jahrzehnten danach die medizinische Aufklärung voran, gepaart mit Werbeverboten. Wer erinnert sich noch daran, daß bis in die 90er Jahre wie (...)

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Unser Leitartikel:
Arbeit umverteilen!

Angesichts der Massenentlassungen, die in der offenbar noch Monate anhaltenden Coronakrise trotz der großzügigen Staatshilfen für so ziemlich alle Betriebe – und dazu zählt auch die tausendfache Übernahme des Kurzarbeitergeldes, das ja den vom Patron geschuldeten Lohn ersetzt, durch den Staat – drohen, ist es an der Zeit, daß die Gewerkschaften ihre Forderung nach kollektiver Arbeitszeitverkürzung wieder in den Mittelpunkt ihrer Kollektivvertragspolitik, ja ihrer gesamten Politik, stellen.
Die (...)

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Unser Leitartikel:
Eine andere Einstellungspolitik muss her

Bei der ADEM waren Ende des letzten Monats offiziell 20.253 Arbeitsuchende eingeschrieben, was im Vergleich zu April 2019 einem Anstieg von 31 Prozent entspricht. Allein im Vormonat stieg die Zahl an Arbeitsuchenden um 1.796 Personen. Wahrhaftig eine skandalöse Situation für ein Land, das zu den reichsten der Welt gehört.
Analysiert man die allmonatlich veröffentlichten Statistiken, so fällt auf, dass es den Regierenden schon seit vielen Jahren nicht nur an Alternativen im Kampf gegen die (...)

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Unser Leitartikel:
Gewinner und Verlierer

Schon lange vor dem Ende dieser Krise steht fest, wer als Gewinner und wer als Verlierer aus ihr hervorgehen soll, zumindest nach dem Willen derjenigen, die heute in den Ländern des Kapitals das Sagen haben.
Die Liste der Gewinner ist relativ kurz und sehr übersichtlich. Sie besteht aus den Inhabern der Banken und Konzerne – wir Marxisten nennen sie die Besitzer der Produktionsmittel. Sie erhalten nicht nur den Löwenanteil der riesigen Milliardensummen, die jetzt und in der nächsten Zeit (...)

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Unser Leitartikel:
Sollen die Lohnabhängigen wieder die Verlierer der Krise sein?

Nicht alle negativen Erscheinungen, die gegenwärtig im Wirtschaftsbereich zu beobachten sind, sind auf die Auswirkungen der Gesundheitskrise zurückzuführen, auch wenn die Folgen der Pandemie dazu beitragen, die Wirtschaftskrise zu verschärfen. Lange bevor die ersten Lohnabhängigen positiv auf Covid-19 getestet wurden, befand sich die Wirtschaft bereits in einem Konjunkturabschwung, verbunden mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit und der Armut. Allerdings sorgte dies nicht für allgemeine (...)

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Unser Leitartikel:
Umverteilen reicht nicht

Seit mittlerweile einem Jahrzehnt beleuchtet das »Panorama social« der Salariatskammer Jahr für Jahr die Situation der Schaffenden, der Mindestlohn- und REVIS-Empfänger, von Alleinerziehenden, Mietern und Arbeitslosen in Luxemburg. Die empirischen Daten vermitteln ein klares Bild darüber, daß insbesondere die Schaffenden von den wachsenden Gefahren der sozialen Ausgrenzung betroffen sind. Das »Sozialpanorama« führt so jedem, der es wissen will, vor Augen, daß eine Angleichung der Lebensverhältnisse (...)

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Unser Leitartikel:
Wehret den Anfängen!

Das wahre Ausmaß der aktuellen Krise und ihrer Folgen werden wir ganz sicher erst in einigen Monaten überschauen. Doch bereits jetzt zeichnen sich die Spitzen einiger Eisberge ab, die uns deutlich machen, wohin die Reise gehen soll, zumindest aus der Sicht der Herrschenden.
Die Regierungen der kapitalistischen Staaten, ebenso wie die Europäische Union, haben bisher eine schier unvorstellbare Menge an Euro- und Dollarsummen locker gemacht – und weitere angekündigt –, die dazu bestimmt sind, »der (...)

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Unser Leitartikel:
Wer wird die Zeche bezahlen?

»Wer schnell hilft, hilft doppelt« ist ein altes Sprichwort, das sich bei Krisen immer wieder bewährt hat, das aber irgendwie aus der Mode gekommen scheint, zumindest wenn man sich einzelne Maßnahmen ansieht, mit denen die Regierung vorgab, die Krise bewältigen zu wollen.
Deutlich wurde das bereits zu Beginn der Krise, als die Ministerinnen und Minister mit den hohen Einkommen entschieden, dass die Lohnabhängigen für Kurzarbeit nur 80 Prozent ihres bisherigen Lohnes bekommen sollten. Einzige (...)

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Unser Leitartikel:
Kritik an der richtigen Stelle statt Egoismus und Schwurbelei

Die Corona-Pandemie hat Europa unvorbereitet und das Gesundheitssystem insbesondere der südlichen EU-Länder an einer vom neoliberalen Marktdiktat bereits vorbereiteten Schwachstelle getroffen. Tausende Tote und noch viel mehr Erkrankte hätte man sich ersparen können, wäre nicht ein elementarer Pfeiler der öffentlichen Fürsorge auf dem Altar des Marktes geopfert worden. Vermutlich hätte es die eine oder andere drastische Maßnahme nicht benötigt, wenn Krankenhäuser und Personal nicht schon vor Jahren (...)

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